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Verkauf geerbte Immobilie in Ungarn

24.09.2018 20:42 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Lembcke


Ich habe zusammen mit drei Miterben eine Immobilie in Ungarn geerbt. Die drei Miterben leben in Ungarn (sie sind ungarische Staatsbürger), ich in Deutschland (bin keine Ungarin). Die Immobilie wird jetzt verkauft. Ich möchte wegen dem Unterschreiben des Verkaufsvertrags weder nach Ungarn reisen, noch vor Ort jemanden bevollmächtigen. Kann dies aus der Ferne auf eine andere Weise ausgeführt werden, z. B. dass die Miterben und der Käufer den Vertrag in 5facher Ausfertigung unterschreiben, auf dem Postweg mir zuschicken, ich werde die Exemplare gegenzeichnen, in Deutschland notariell beglaubigen lassen und 4 Exemplare zurückschicken? Wenn es auf diese Weise möglich ist, müssen alle Exemplare notariell beglaubigt werden oder nur das eine für den Käufer? Müssen sie auch mit einer Apostille versehen werden?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Auf den Kauf oder Verkauf einer ungarischen Immobilie ist grundsätzlich ungarisches Recht anwendbar. Zur Übertragung des Eigentumsrechts an einer Immobilie durch Kauf bedarf es eines schriftlichen Kaufvertrags, der von einem in Ungarn eingetragenen Rechtsanwalt beurkundet werden muss (sog. „anwaltliche Gegenzeichnung"). Dies bedeutet, dass der ungarische Anwalt den Vertragstext selber verfassen und die Unterschrift selber beglaubigen muss. Eine Unterschrift auf dem Vertrag kann jedoch auch von einem anderen Anwalt beglaubigt werden. Vor dem für die Eintragung zuständigen Grundbuchamt herrscht ebenfalls Anwaltszwang. Die Eintragung ist für den Übergang des Eigentumsrechts unumgänglich

Wenn Sie vorhaben, den Verkauf einer Immobilie in Ungarn nicht persönlich vorzunehmen, benötigen Sie hierzu einen mit entsprechender Vollmacht ausgestatteteten Bevollmächtigten. Die Vollmacht muss von den ungarischen Behörden akzeptiert werden. Dazu muss die von Ihnen unterzeichnete Vollmacht entweder von einem Notar in Deutschland beglaubigt und mit einer Apostille versehen sein, oder von der ungarischen Botschaft bzw. einem Konsulat beglaubigt oder von einem ungarischen Rechtsanwalt gegenzeichnet werden.

Die von Ihnen angedachte Vorgehensweise sieht dass ungarische Recht nicht vor, da der ausfertigende Rechtsanwalt/Notar in Ungarn die Unterschrift persönlich in Empfang nehmen muss, sei es von Ihnen oder dem Bevollmächtigten.

In Deutschland würde Ihre Vorgehensweise auch nicht zu weniger Problemen oder Aufwand oder Kosten führen, da der Kaufvertrag für die notarielle Bestätigung auch erst einmal übersetzt werden müsste und zudem die örtliche Gegenzeichnung vor dem Beurkundenden in Ungarn nicht ersetzt.

Daher müssen Sie leider unter Einhaltung des ungarischen Rechts diesen "Umweg" gehen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 24.09.2018 | 22:26

Danke für die Beantwortung meiner Frage. Das bedeutet, dass der Bevollmächtigte aber nicht unbedingt ein Rechtsanwalt sein muss?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.09.2018 | 22:40

Ihre Nachfrage ist zutreffend, der Bevollmächtigte muss kein Anwalt, sondern kann auch jede andere natürliche Person sein, welche mit entsprechend anerkannter Vollmacht ausgestattet ist.

Z.B. ein entsprechender Miterbe würde auch genügen oder andere Dritte.

MfG
RA Lembcke

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