Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verkauf eines vererbten Anteils


26.01.2006 21:32 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Ich habe folgenden Fall zu klären:

Im Jahre 1988 wurde mir von meiner Mutter der halbe Miteigentumsanteil an einem Wohnhaus übertragen. Im Übertragungsvertrag heißt es:
„Die Beteiligte zu 1) (= meine Mutter) ist Eigentümerin des Grundbesitzes xy. Auf diesem Grundstück befindet sich ein Wohnhaus, dessen Obergeschoss der Beteiligte zu 2) auf seine Kosten ausgebaut hat. Die Beteiligte zu 1) überträgt hiermit auf ihren zu 2) beteiligten Sohn einen halben Miteigentumsanteil an dem vorbezeichneten Grundbesitz. Die Übertragung erfolgt im Wege der vorweggenommen Erbfolge und als Ausgleich für den Ausbau des Obergeschosses.
Der Beteiligten zu 1) steht die Nutzung der Unterwohnung ohne jede Ausnahme zu. Der Beteiligte zu 2 hat das Recht, die Oberwohnung ohne jede Einschränkung zu nutzen. Jeder Miteigentümer hat an der von ihm benutzten Wohnung die laufenden Ausbesserungen auf alleinige Kosten vorzunehmen. Die Kosten für die Unterhaltung und etwaige Instandhaltung des Daches, der Außenmauern und sonstiger gemeinschaftlicher Hausteile treffen jeden Miteigentümer zur Hälfte.
Den Wert des Eigentumanteils geben die Erschienen mit DM 60.000 an.“

Inzwischen ist meine Mutter schwer demenzerkrankt und in einem Pflegeheim untergebracht. Sie kann keine eigenen Entscheidungen mehr treffen. Betreuer ist mein Bruder (= Vorsorgevollmacht). Die Oberwohnung ist in einem guten Zustand und von mir vermietet. Die Unterwohnung steht leer und muss umfangreich modernisiert und renoviert werden. Zur weiteren Finanzierung der Heimkosten, möchte ich die Unterwohnung erwerben. Der Verkaufserlös soll dann zur Deckung der Heimkosten verwendet werden. Der Gesamtwert des Grundbesitzes (Ober- und Unterwohnung und Grundstück) liegt bei etwa 100.000 €. Der Verkauf muss natürlich mit dem Vormundschaftsgericht abgestimmt werden und ein Wertgut-achten vorgelegt werden. Es gibt einen weiteren Bruder zu dem kein Kontakt besteht, der aber von meiner Mutter als Erbe ihres halben Miteigentumanteils testamentarisch eingesetzt wurde.

Hier nun meine Fragen:


1. Kann mir unter diesen Voraussetzungen der halbe Miteigentumsanteil meiner Mutter verkauft werden?

2. Angenommen, ich würde den halben Anteil meiner Mutter erwerben. Welche Auswirkungen hätte dieses im Erbfall, bei der Verteilung des evtl. Restvermögens meiner Mutter, auch unter Berücksichtigung der bei mir schon vorweggenommen Erbfolge? Wir sind insgesamt 4 Geschwister. Würde dann das Restvermögen zu gleichen Teilen aufgeteilt werden?
26.01.2006 | 21:52

Antwort

von


221 Bewertungen
Eiermarkt 2
30938 Burgwedel
Tel: 05139 - 9 70 333 4
Web: www.hellmannundpaetsch.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich möchte sie sogleich unter Berücksichtigung Ihrer Informationen wie folgt summarisch beantworten.

1. Im Grundsatz spricht nichts gegen den Kauf, da die Frau Mutter ja ohnehin vorrangig zur eigenen Bedarfsdeckung ihr Vermögen verwerten muss, worunter auch das Miteigentum fällt. Allerdings ist dann zu berücksichtigen, dass bei etwaiger Unterhaltspflicht Sie (anders als beispielsweise Ihre etwaige Frau) ggf. wiederum zur Verwertung verpflichtet wären (Frage des Einzelfalls). Wenn Sie die Immobilie günstig erwerben, könnte natürlich teilweise eine Rückforderung eines „Sozialhilfeträgers“ zu befürchten sein wegen Verarmung des Schenkers (Fall der sog. gemischten Schenkung).

2. Wenn Sie das Eigentum günstig erwerben, könnten die anderen Erben später ggf. Pflichtteilsergänzungsansprüche im Rahmen der gemischten Schenkung gegen Sie geltend machen (übrig. auch gegen Dritte, soweit eine Schenkung anzunehmen wäre).

Ich hoffe, dass Ihre Fragen mithin beantwortet worden sind. Ansonsten stehe ich für Rückfragen im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Sie sollten unbedingt erwägen, weitere Beratung bei einem Anwalt Ihres Vertrauens in Anspruch zu nehmen. Diese Individualberatung kann und soll dieses Forum nicht ersetzen (vgl. Eingangshinweise beim Stellen einer Frage).

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

Burgwedel 2006
mailabc@anwaltskanzlei-hellmann.de (entferne abc)


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

ANTWORT VON

221 Bewertungen

Eiermarkt 2
30938 Burgwedel
Tel: 05139 - 9 70 333 4
Web: www.hellmannundpaetsch.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Versicherungsrecht, Verkehrsrecht, Arbeitsrecht, Strafrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER