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Verkauf eines geerbten Hauses

06.06.2020 16:24 |
Preis: 70,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Vor sieben Jahren schenkte mir mein Vater sein Haus und behielt sich den Niessbrauch vor.
Anfang des Jahres verstarb er nun und ich liess den Niessbrauch aus dem Grundbuch löschen,
bin jetzt Eigentümer ohne Einschränkungen. Diese Schenkung zählt also nicht zum
Zugewinn. (Es läuft kein Scheidungsverfahren, nur generell gesprochen,
das Haus befindet sich an einem anderen Ort und wir leben nicht darin.)

Nun möchte ich das Haus verkaufen, benötige ich dazu die Zustimmung meiner Frau?

Wenn ich es für 500.000 Euro verkaufe, zählt das Geld dann auf einmal zum Zugewinn?

Wenn ich davon 450.000 Euro nehme und eine Wohnung kaufe, zählt diese zum Zugewinn?

Danke für Antworten und freundlichen Grüsse, R.




06.06.2020 | 17:04

Antwort

von


(174)
70 Queens Road Central
00 Hong Kong
Tel: +85281913060
Web: http://www.greenawalt.hk
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Sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten möchte:

1. Nun möchte ich das Haus verkaufen, benötige ich dazu die Zustimmung meiner Frau?
Grds. nicht, bei der Zugewinngemeinschaft ist Ihr Vermögen grundsätzlich von dem Ihrer Frau getrennt und wird erst bei Auflösung der Ehe auseinandergesetzt.

Lediglich wenn das Haus nahezu Ihr gesamtes Vermögen darstellt, ist die Veräußerung zustimmungspflichtig gemäß § 1365 BGGB. In der Regel wird hier eine Schwelle von 90% des Vermögens angenommen, vgl. BeckOK BGB/Siede/Cziupka, 53. Ed. 1.2.2020, BGB § 1365 Rn. 15.

2. Wenn ich es für 500.000 Euro verkaufe, zählt das Geld dann auf einmal zum Zugewinn?
Die beim Verkauf erlöste Wertsteigerung des Hauses zählt zum Zugewinn.

Privilegiert im Sinne des § 1374 Abs. 2 BGB ist das geschenkte bzw. ererbte Vermögen zum Zeitpunkt des Erwerbs durch Sie, die privilegierende Hinzurechnung zum Anfangsvermögen ist ein bloßer Rechnungsposten, vgl. BeckOK BGB/Cziupka, 53. Ed. 1.2.2020, BGB § 1374 Rn. 38.

Maßgeblich ist also der Wert des belasteten Hauses bei der Schenkung sowie der ererbte Wert aufgrund des Wegfalls des Nießbrauchs beim Tod Ihres Vaters. Letzterer wäre grds. anhand des Mietwerts für die verbleibende statistische Lebenserwartung Ihres Vaters zu ermitteln.

Diese beiden Posten zählen zum Anfangsvermögen und fallen aus dem Zugewinn heraus. Was darüber hinaus geht, fällt in den Zugewinn (unabhängig davon ob Sie das Haus verkaufen oder es bei der Beendigung der Ehe noch vorhanden ist).

3. Wenn ich davon 450.000 Euro nehme und eine Wohnung kaufe, zählt diese zum Zugewinn?


Im Prinzip ja, siehe oben bei 2. - der Zugewinn bzw. die Privilegierung wird lediglich betragsmäßig ermittelt. Daran ändert sich nichts, wenn Sie das Geld reinvestieren - der in den Zugewinn fallende Mehrerlös aus dem Haus bleibt auch im Zugewinn. Steigt die Wohnung nach dem Erwerb im Wert, fällt dieser Wertzuwachs wiederum vollständig in den Zugewinn.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen,

RA Dr. Tim Greenawalt


ANTWORT VON

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