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Verkauf eines aus der Insolvenzmasse freigegebenen Grundstückes

| 24.01.2019 19:22 |
Preis: 52,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Freigabe von Grundbesitz aus der Insolvenzmasse

Mein Insolvenzverfahren läuft nun sein knapp 3 Jahren. Heute bekam ich von meinem Insolvenzverwalter die Nachricht, dass mein Grundstück, das zunächst der Zwangsverwaltung unterlag und zur Zwangsversteigerung vorgesehen war, aus der Insolvenzmasse freigegeben worden sei.

Im Grundbuch ist zur Absicherung der Kreditverbindlichkeit gegenüber der Bank eine Grundschuld in Höhe von 30000 € eingetragen.
Ich weiß, dass es kein Verwertungsrecht für Insolvenzgläubiger während der Insolvenzphase von 6 Jahren gibt.
Dieser hat auch keinen Antrag auf Absonderung des Grundstückes vor Beginn der Insolvenzphase gestellt.
Hätte dieser noch Ansprüche nach Beendigung des Insolvenzverfahrens?

Meine Frage:

Darf ich innerhalb der Insolvenzphase das Grundstück (sonstiges Vermögen, das nicht zur Masse gehört) verkaufen (ein Nachbar ist interessiert daran!).

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Während des Insolvenzverfahrens sind Zwangsvollstreckungsmaßnahmen durch Insolvenzgläubiger unwirksam, § 89 Abs. 1 InsO , so dass diese keine Eintragungen im Grundbuch veranlassen können. Gleiches gilt nach Erteilung der Restschuldbefreiung.

Die Freigabe des Grundbesitzes aus der Insolvenzmasse bedeutet, dass Sie über den Vermögenswert wieder verfügungsberechtigt sind. Allerdings müssen Sie auch für die laufenden Unterhaltskosten aufkommen, soweit diese nicht durch die im Grundbuch eingetragene Gläubigerin übernommen werden. In der Regel wird die Bank die Kosten für den Erhalt des Versicherungsschutzes aufwenden.

Durch die Freigabe sind Sie berechtigt den Grundbesitz zu veräußern. Da Sie für eine lastenfreie Veräußerung allerdings die Löschungsbewilligung der im Grundbuch eingetragenen Gläubigerin benötigen, ist im Vorfeld abzustimmen, welcher Kaufpreis für die Gläubigerin akzeptabel ist.
Weiterhin sind rückständige Grundsteuerlasten der Gemeinde einzukalkulieren, die auf dem Grundbesitz lasten.

Soweit der Kaufpreis die Forderung der Gläubigerin nicht abdeckt, sollten Sie gleichwohl anstreben, dass die Bank die Forderungsanmeldung in dem Insolvenzverfahren zurücknimmt. So kann ein Insolvenzgläubiger möglicherweise erledigt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 26.01.2019 | 17:18

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"War soweit alles ok. Ich habe aber noch eine Rückfrage."
FRAGESTELLER 26.01.2019 4,2/5,0