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Verkauf eines Wohnmobils!


| 09.10.2005 17:52 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Ich habe Ende März 2005 unser Wohnmobil bei e-bay versteigert.
Hierbei handelt es sich um ein Fahrzeug das wir restauriert haben.
Da der originale Motor defekt war, haben wir von einem etwas neueren gleichen Fahrzeug den Zylinderkopf umgebaut (alles original Teile). Für uns stellte das kein Problem dar, da wir auch nachgefragt haben, ob das geht. Somit war das Fahrzeug auch von der Handhabung moderner und lief besser.
Die Umbauarbeiten haben wir genau beschrieben und das Fahrzeug auch ohne Bedenken verkauft.
In der Auktion stand, das wir keine Gewähr übernehmen und auch im schriftlichen Vertrag haben wir unter Ausschluß jeglicher Sachmängelhaftung verkauft.
Nun hat sich der Käufer nach einem halben Jahr bei uns gemeldet, da er bei einer Kfz-Werkstatt den Kundendienst vorgenommen hat, und sagte uns, daß Aufgrund der Umbauarbeiten am Motor seine Betriebserlaubnis erlischt.
Erst nach einigen Nachforschungen, die bis hin zu einem Ingineur gingen (da Kfz-Meister und Mechaniker der Meinung waren es sei unbedenklich diese Umbauarbeiten) haben wir erfahren, daß es tatsächlich so ist, daß der Motor so nicht im Fahrzeug bleiben kann.
Nun meine Frage:
Muß ich das Fahrzeug wieder zurück nehmen oder die Entstandsetzung bezahlen?
Wenn ja, muß ich nach einem halben Jahr den vollen Verkaufspreis rückerstatten?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Für die Beantwortung Ihrer Fragen wird es darauf ankommen, wie Sie das Fahrzeug bei Ebay beschrieben haben und in welchem Umfang die Gewährleistung ausgeschlossen wurde.

Grundsätzlich ist bei Gebrauchtfahrzeugen ein vollständiger Gewährleistungsauschluß möglich - allerdings haften Sie trotzdem für gegebene Zusicherungen und Garantien. Wenn das Fahrzeug also im Angebot ausdrücklich als betriebsbereit angepriesen wurde, würde sich der Gewährleistungsausschluß also nicht darauf beziehen, daß das Fahrzeug nicht betriebsbereit ist.

Der Gewährleistungsauschluß gilt auch nicht für arglistig verschwiegene Mängel. Wenn Sie aber den Umbau detailliert dargelegt und mitgeteilt haben, liegt natürlich keine Arglist vor. Im Gegenteil: Der Käufer hätte sich ja selbst vor dem Kauf kundig machen können, ob er mit dem Wohnmobil in diesem Zustand überhaupt fahren durfte.

Haben Sie keine Zusicherung bzw. Garantie über die Betriebstauglichkeit des Fahrzeug abgegeben und stattdessen wirksam jegliche Gewährleistung ausgeschlossen - was aber erst nach Einsichtnahme in den Vertrag festgestellt werden kann - dann kann sich der Käufer nun nicht auf die mangelnde Betriebserlaubnis berufen. Gewährleistungsrechte stehen ihm in diesem Fall also nicht zu, und Sie müssen dann das Fahrzeug auch nicht wieder zurücknehmen und den Kaufpreis erstatten.

Haben Sie aber in der Auktion garantiert, daß das Fahrzeug betriebsbereit ist und die Betriebserlaubnis besitzt - wovon ich aber nach Ihrer Schilderung nicht ausgehe - oder wurde die Gewährleistung nicht ausgeschlossen, sieht die Sache natürlich anders aus. Dann hätte der Käufer einen Anspruch auf Rücktritt vom Kaufvertrag und Rückzahlung des Kaufpreises abzüglich einer angemessenen Nutzungsentschädigung, da er das Fahrzeug ja offenbar ein halbes Jahr genutzt hat.

Ich empfehle Ihnen, den Kaufvertrag konkret anwaltlich im Hinblick auf einen Gewährleistungsauschluß prüfen zu lassen und dann ggf. den Anspruch des Käufers zurückweisen zu lassen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben und stehe Ihnen für die weitere Vertretung gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt


--
Rechtsanwalt A. Schwartmann
Gleueler Str. 249 D-50935 Köln
Tel: (0221) 355 9205 / Fax: (0221) 355 9206 / Mobil: (0170) 380 5395

www.andreas-schwartmann.de

Nachfrage vom Fragesteller 09.10.2005 | 19:46

Hallo!

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!

Wäre es möglich, daß ich Ihnen meine Unterlagen zur Durchsicht zufaxe?

Wenn ja, was wurde mich das Kosten?


Mit freundlichen Grüßen

Daniela Pfeiffer

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.10.2005 | 14:34

Natürlich können Sie mir den Vertrag einmal zufaxen. Die Kosten für eine Prüfung richten sich allerdings nach der Höhe der Forderung der Gegenseite, da Ihr Interesse darauf ausgerichtet, festzustellen, ob die Forderung berechtigt ist.

Ich schlage vor, daß Sie mir den Vertrag aufs Fax legen und mich dann anrufen, damit wir uns über die Kosten konkret unterhalten können.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

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"Ich muß mich noch einmal recht herzlich bei Herrn Schartmann bedanken, da er mir mit der Beantwortung meiner Fragen sehr geholfen hat. Ich bin froh, daß ich einen so kompetenten Ansprechpartner an meiner Seite hatte und kann ihn mit gutem Gewissen allen Weiterempfehlen. Nochmals vielen Dank "
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