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Verkauf eines Hausanteils


11.10.2007 20:07 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ernst G. Mohr



Innerhalb unserer familiären Hausgemeinschaft besitze ich 1/4 Anteil am Haus und meine Mutter 3/4 Anteile. Welche Möglichkeiten sind erprobt bzw. gibt es, einen 1/4 Hausanteil zu verkaufen an Personen ausserhalb der Familie oder andere Einrichtungen wie Firmen, Makler, Banken etc. ?
Sehr geehrter Ratsuchender,

grundsätzlich wäre eine Verfügung über den Miteigentumsanteil möglich, § 1008 BGB in Verbindung mit der schuldrechtlichen Bestimmung des 747 BGB.

Wirtschaftlich ist dies aber meist der schlechtere Weg.

Es sollte erörtert werden, ob ein gemeinsamer Verkauf möglich ist. Alternativ hierzu sollte mit dem Miteigentümer erörtert werden, ob eine reale Teilung des Grundstücks (mit Immobilie) möglich ist.

In zweiter Linie sollte überprüft werden, ob eine Aufteilung in Wohnungseigentum möglich ist.

Sollte dies aufgrund der Bauverhältnisse (z.B. Abgeschlossenheit, etc.) oder mangels Zustimmung des weiteren Miteigentümers nicht möglich sein, gibt es noch die Auflösung der Miteigentümergemeinschaft im Weg der so genannten Teilungsversteigerung (§ 753 BGB). Dies ist eine besondere Art der Zwangsvollstreckung, die auf Antrag eines der Miteigentümer von der Zwangsvollstreckungsabteilung des zuständigen Amtsgerichts durchgeführt wird. Der im Wege der Teilungsversteigerung erzielte Erlös wird nach Abzug der Belastungen, die in Form von Hypotheken oder Grundschulden auf dem Grundstück ruhen können und nach Abzug der Kosten des Verfahrens auf die Miteigentümer im Verhältnis ihrer Anteile aufgeteilt.

Der Antrag ist unabhängig von der Anteilsgröße und von der Zustimmung der anderen Miteigentümer zu stellen. Der andere Miteigentümer kann dies nicht verhindern. Er kann die Versteigerung lediglich hinauszögern. Und zwar mit einem Antrag auf einstweilige Einstellung des Verfahrens. Die Teilungsversteigerung kann dann aufgeschoben werden, wenn der Antrag innerhalb einer Zwei-Wochen-Frist gestellt wird. Ein Aufschub kann gewährt werden, wenn die Versteigerung zur Unzeit erfolgt. d.h., wenn z.B. eine Wertsteigerung des Grundstücks unmittelbar bevorsteht. Das Verfahren könnte dann für maximal 6 Monate ausgesetzt werden. Die Teilungsversteigerung ist öffentlich. Jeder kann mitbieten, also auch der Miteigentümer.

Ich hoffe, Ihnen hiermit einen Überblick gegeben zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Ernst G. Mohr
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