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Verkauf eines Außenliegergrundstückes


| 25.07.2013 16:54 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Landwirtschaft im Außenbereich; Wohnnutzung


Da ich mein Grundstück und Wohnhaus welches im Außenbereich liegt und ich bis vor 5 Jahren als landwirtschaftlichen Nebenbetrieb geführt hatte, demnächst verkaufen möchte, wurde mir gesagt, dass dieses u.U. nicht möglich sei, weil dort, wenn keine Landwirtschaft mehr betrieben wird, auch keine Wohnmöglichkeit mehr erlaubt sei und damit kein Verkauf, sondern Abriss.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ja, leider ist dieses grundsätzlich (von wenig denkbaren Ausnahmen abgesehen) durchaus realistisch.

Im Einzelnen (ich zitiere die relevanten Stellen aus dem § 35 BauGB):

"Im Außenbereich ist ein Vorhaben nur zulässig,

- wenn öffentliche Belange nicht entgegenstehen,

- die ausreichende Erschließung gesichert ist

und wenn es u. a.

- einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb dient und nur einen untergeordneten Teil der Betriebsfläche einnimmt.

Sonstige Vorhaben (auch zu Wohnzwecken errichtet Gebäude insbesondere) können aber im Einzelfall zugelassen werden, wenn ihre Ausführung oder Benutzung öffentliche Belange nicht beeinträchtigt und die Erschließung gesichert ist.

Aber:
Eine Beeinträchtigung öffentlicher Belange liegt insbesondere vor, wenn das Vorhaben

- das Orts- und Landschaftsbild verunstaltet,

- die Entstehung, Verfestigung oder Erweiterung einer Splittersiedlung befürchten lässt.

Dieses sind die häufigsten Fälle und entsprechend zu prüfen, mittels Akteneinsicht bei der Baubehörde und vor einem Verkauf.

Den Vorhaben kann jedoch nicht entgegengehalten werden, dass sie

- die natürliche Eigenart der Landschaft beeinträchtigen

oder

- die Entstehung, Verfestigung oder Erweiterung einer Splittersiedlung befürchten lassen,

soweit sie im Übrigen außenbereichsverträglich sind

und u. a. - jetzt kommt es auf den Zusammenhang mit der Landwirtschaft und der Wohnbebauung an -

das Gebäude im räumlich-funktionalen Zusammenhang mit der Hofstelle des land- oder forstwirtschaftlichen Betriebs steht.

Ist dieses hier nicht mehr gegeben, bekommen Sie bei Schließung des landwirtschaftlichen Hofes etc. ein Problem, dass dann keine alleinige Wohnnutzung möglich ist.

Nur landwirtschaftliche Vorhaben sind grundsätzlich im Außenbereich privilegiert, nicht aber jegliche Wohnnutzungen.

Sie können und sollten dieses daher (s. o.) vor einem Verkauf dringend prüfen (lassen - durch einen Anwalt Ihrer Wahl).

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 25.07.2013 | 18:57

Sehr geehrter Herr RA Hesterberg,
da das 1948 errichtete Wohngebäude mit kleinen Stallungen mit 1,5 ha arrondiert ist, ( bei eigenständiger Ver- und Entsorgung )und sich für einen neuen Bewohner eine landwirtschaftl. Nutzung geradezu anbietet und eine weitere Zersiedelung nicht zu befürchten ist, vermute ich da richtig, dass dann keine öffentl. Belange dem Verkauf und der Nutzung entgegenstehen?
Ich danke Ihnen im voraus.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.07.2013 | 23:09

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Bewertung und Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Ja, das bestehen gute Chancen, da landwirtschaftliche Vorhaben im Außenbereich sowieso privilegiert sind gegenüber sonstigen Vorhaben.

Sie sollten dieses aber zusammen mit dem Notar, Käufer und dem Bauamt bestmöglich abklären.

Da kann und sollte durchaus "mit offenen Karten gespielt werden", da mich sich ansonsten einer Haftungsgefahr aussetzen könnte.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt


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Bewertung des Fragestellers 25.07.2013 | 19:01


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