Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.252
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verkauf einer eigenen Wohnung an ein eigenes Unternehmen


22.12.2013 19:37 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Zusammenfassung: Einlage oder Veräußerung von Grundstücken in ein neu zu gründendes Unternehmen.


Wir besitzen ein 2-Familienhaus und wohnen selbst in einer der 2 Wohnungen. Die Dachwohnung ist vermietet.

Überlegung: Teilung des Hauses in 2 Eigentumswohnungen und Verkauf der selbstbewohnten
Wohnung an ein noch zu gründendes Immobilien-Unternehmen, welches dann diese Wohnung an uns (zurück-) vermietet. D.h. das zu gründende Immobilien-Unternehmen könnte doch dann Abschreibung und Zinsen für die von uns bewohnte Wohnung absetzen von dem aus unserer Miete bestehenden Ertrag, oder nicht?

Dieses eigene Immobilien-Unternehmen könnte doch dann die Dachwohnung verwalten und eine weitere demnächst dazukommende Eigentumswohnung (vermietet an fremde Mieter)
Ist so etwas möglich und macht das aus steuerrechlicher Sicht wirklich Sinn?

-- Einsatz geändert am 22.12.2013 19:55:13
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:
Um eine Abschreibung sowie Zinsen bei dem neu zu gründenden Immobilienunternehmen vorzunehmen, müsste ein Anschaffungsvorgang vorliegen. Dies wäre der Fall, wenn Sie nach Teilung der Hauses, beide Eigentumswohnungen entgeltlich an das Unternehmen verkaufen. Dies löst aber ggfs. Einkommensteuer aus, da kein steuerfreies Veräußerungsgeschäft vorliegt (Stichwort: Überschreitung der zehnjährigen Haltefrist).
Eine Veräußerung im Sinne des
§ 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG und damit eine Anschaffung ist die Übertragung eines Grundstücks aus dem Privat-
vermögen in das betriebliche Gesamthandsvermögen einer Personengesellschaft oder in das Vermögen einer Kapitalgesellschaft durch eine Einlage, soweit Ihnen Gesellschaftsrechte gewährt werden. Anderenfalls liegt keine Veräußerung bzw. Anschaffung auf der Seite des Unternehmens vor. Etwaige Gewinne des Unternehmens sind ggfs. auf der Ebene des Gesellschafters bzw. Geschäftsführers zu versteuern. D.h. Sie haben zwar auf der einen Seite die Abschreibung, müssen aber eventuell Gewinne des Unternehmens versteuern. Bei Grundstücken sind auch die Notariats- und Grundbuchkosten, die Grunderwerbsteuer, die „Spekulationsbesteuerung" nach § 23 EStG sowie die weiteren steuerlichen Konsequenzen einer Zugehörigkeit zum Betriebsvermögen (steuerliche Verhaftung neu gebildeter stiller Reserven) zu bedenken und zu berechnen. Ob dies wirklich Sinn macht, muss wirklich anhand der konkreten Objekte einzeln durchgerechnet werden auch anhand Ihrer persönlichen Steuerbelastung.



Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60143 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle und hilfreiche Antworten. Kompetent und freundlich. So wünscht man es sich als Mandant. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche Informationen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche, sehr gute Antwort. ...
FRAGESTELLER