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Verkauf einer Wohneigentumswohnung


16.01.2007 19:38 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Hallo,

Demnächst soll ein Kaufvertrag bei einem Notar unterschrieben werden, aber leider bin ein wenig misstrauig. Daher wollte ich folgendes loswerden. Es geht um den Verkauf einer Wohnung. Die Wohnung gehört mir und meinen geschieden Ehemann. Alle Beteiligten haben unterschrieben. Es fehlt jetzt nur meine Unterschrift. Meine Frage beruht hier anhand des Zitates im Kaufvertrag:

"
//Zitatanfang


erschienen heute


1. Herr X (Geschiedener Ehemann)
geboren xx xx xx
wohnhaft: xxxx


sowie

2. a) Frau Mustermann
geboren xx xx xx


und deren Ehemann,

b) Herr Müller
geboren xx xx xx


beide gemeinsam wohnhaft xxxx xxx xxxx.


. beide nachfolgend gemeinschaftlich auch nur "Käufer"
genannt, wobei ihnen die Rechte aus diesem Vertrag als
Gesamtgläubiger zustehen und die Verpflichtungen sie als
Gesamtschuldner treffen.

Die Erschienen wiesen sich aus durch gültige, mit Lichtbild versehene Personalausweise, von denen der Notar Kopien in seinen Akten verwahrt.


Die Erschienene zu 2.a) handelt nachstehend nicht nur im eigenen Namen, sondern gleichzeitig als Vertreter ohne Vertretungsmacht ohne jede persönliche Haftung für


Frau Y (Das bin ich)
geboren: xx xx xx
wohnhaft xxxxxxxx.

Der Notar wird mit der Einholung der Genehmigung beauftragt. Er belehrt darüber, dass dieser Vertrag bis zum Vorliegen der Genehmigung schwebend unwirksam ist. Der Erschienene zu 1. wird nachfolgend gemeinschaftlich mit Frau Y auch nur Verkäufer genannt, wobei ihnen die Rechte aus diesem Vertrag als Gesamtgläubiger zustehen und die Verpflichtungen sie als Gesamtschuldner treffen.

Liegt diese Genehmigung nicht in ordnugsgemäßer Form bis zum xx.xx.xx bei Notar vor, bleibt dieser Vertrag endgültig unwirksam."


//Zitatende.


Meine Fragen beziehen sich ausschliesslich nur auf dieses Zitag:

1. Ist diese Vollmacht notwendig oder muss sowas in einem Kaufvertrag stehen?

2. Warum muß ich Frau Mustermann eine Vollmacht erteilen? Ich kenne diese Person nicht.

2. Entstehen für mich Nachteile und kann es sein, dass hier ein abgewickeltes Spiei zwischen den angeblichen Käufer und meinen geschiedenen Ehemann?

4. Die Käufer haben unterschiedliche Nachnamen und sind verheiratet. Ist das üblich?

5. Warum heisst das hier Genehmigung und nicht Kaufvertrag?


Der Verkaufswert der Wohnung beträgt 110.000 Euro


Ich freue mich auf jede hilfreiche Antwort.

Danke









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sehr geehrte Fragestellerin,


den von Ihnen geschilderen Sachverhalt verstehe ich wie folgt:

Sei selbst waren bei dem Abschluss des notariellen Kaufvertrages nicht anwesend.Deshalb konnten Sie nicht eigenhändig unterschreiben.
Die Erschienene zu 2 a hat deshalb -ohne von Ihnen bevollmächtigt zu sein und damit
vorläufig -für Sie unterschrieben.

Diese Unterschrift und damit der komplette notarielle Kaufvertrag werden nur gültig,wenn Sie die für Sie ohne Vollmacht getätigte Unterschrift von Frau Mustermann(=Erschienene zu 2 a)schriftlich genehmigen.
Der Notar wird Sie schriftlich bitten,diese Genehmigung durch
die Unterzeichnung eines entsprechenden Schriftstückes zu erteilen.
Erteilen Sie diese Genehmigung ,wird der Verkauf Ihrer gemeinsamen Wohnung gültig.
Genehmigen Sie nicht,kann die Wohnung nicht wirksam an Mustermann und Müller verkauft werden,d.h.dann platzt der Kauf.

Sie müssen Frau Mustermann keine Vollmacht erteilen.
Deshalb konnte Sie ja auch nur ohne Ihre Vertretungsmacht(=Vollmacht) und damit nur vorläufig für Sie unterschreiben .Nur,wenn Sie diese ohne Ihre Vollmacht gegebene Unterschrift im Nachhinein absegnen(die Juristen nennen dies Genehmigung),kann diese Unterschrift für Sie bindend werden.

Es ist nicht unbedingt üblich,dass Eheleute unterschiedliche Nachnamen haben.
Wirtschaftlich wichtig ist bei dem Verkauf,dass die Käufer
liquide sind,also das nötige Geld haben.Dies hängt in der Regel nicht davon ab,welchen Familiennamen ein Ehepaar führt.

Die Genehmigung einer Unterschrift bei einem notariellen Kauf ist ein ganz normaler juristischer Vorgang.Hieraus lassen sich keine Schlussfolgerungen auf ein abgewickeltes Spiel zwischen Käufer und Ex-Mann ziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Dorothee Mertens

Rechtsanwältin








Nachfrage vom Fragesteller 16.01.2007 | 20:57

Hallo Frau RAin,

ich danke Ihnen für Ihre Antwort.

Gleichzeitig will ich hinzufügen, dass ich noch nicht anwensend war. Aber warum soll Sie dann für mich unterschreiben. Die beiden sind Käufer und wir sind die Verkäufer.

Was hat das für ein Nutzen diese Vollmacht? Ich muss sowieso demnächst dort persönlich erscheinen und den Kaufvertrag unterschreiben.

In diesem Sinne hoffe ich auf Ihre Antwort und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Ihre Fragestellerin

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.01.2007 | 21:15

Sehr gehrter Fragestellerin
Ihre Nachfrage beantworte ich wie folgt:

Sie waren nicht mit beim Notar.
Deshalb brauchten Sie eine Vertretung.
Sie hatten aber vorher keine Vertretung bevollmächtigt(oder beauftragt).
Die Vertreterin (2 a) handelte also ohne vorherige Vollmacht.
Sie kann deshalb nur wirksam werden(und damit der ganze Kaufvertrag),wenn Sie dieser Vertretung hinterher zustimmen(=genehmigen).

Oder Sie müssten den Kaufvertrag platzen lassen(also nicht genehmigen) und beim nächsten Mal persönlich mit zum Notar gehen.Dann brauchen Sie keine Vertretung (da Sie ja dann persönlich anwesend sind) .
Im Nachhinein selbst unterschreiben müssen Sie auch einen Kaufvertrag,bei dessen Abschluss Sie nicht mit dabei waren(wie in Ihrem Fall).

Es ist völlig egal ,welche Person als Vertreter auftritt.Entscheidend ist,ob Ihnen der Inhalt des notariellen Kaufvertrages,den Sie genehmigen sollen,zusagt.
Fall ja,würde ich genehmigen,damit der Vertrag wirksam wird.

Fall nein,sollten Sie nicht genehmigen.



MIt freundlichen Grüßen

Dorothee Mertens

Rechtsanwältin





Ergänzung vom Anwalt 18.01.2007 | 21:28

Ergänzung:

Die Vertretung von 2 a(soweit Sie genehmigen),ist nur der Ersatz dafür,dass Sie selbst bei dem Vertagsschluss nicht mit dabei gewesen sind.
Ihre eigenhändige Unterschrift dagegen(bislang noch nicht vorgenommen)dokumentiert auf dem Vertragtext ,wer die Vertragspartner des Kaufes sind.



Mit freundlichen Grüßen

Dorothee Mertens
Rechtsanwältin
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