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Verkauf einer Sammlung,Jahresumsatz?

| 17.10.2010 15:24 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Hallo,ich möchte meine Sammlung reduzieren(30 Jahre gesammelt)wieviel darf man im Jahr zusätzlich(neben seinen Verdienst)auf seinen Konto(Kontoauszug) verbuchen(einnehmen)ohne sich dafür irgendwie Anmelden zu müssen(Nebenverdienst,Steuerhinterziehung u.s.w)war noch nie Arbeitslos ,und beziehe keinerlei Sozialleistungen.Gruss

Sehr geehrter Fragesteller,

ich möchte Ihre Frage anhand des dargestellten Sachverhaltes und des ausgelobten Einsatzes im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt beantworten:

1. Ich gehe davon aus, dass Sie die Gegenstände der Sammlung ausschließlich im Privatvermögen gehalten haben, so dass grundsätzlich eine Besteuerung nur im Rahmen des §23 EStG als private Veräußerungsgeschäfte in Betracht kommt. Hierbei sind Veräußerungsgewinne zu versteuern, sofern die Gegenstände weniger als ein Jahr "gehalten" worden sind und insgesamt mehr als 600 € Gewinn im Jahr erzielt worden sind. Sollten die Gegenstände länger gehalten worden sein sind die Verkaufserlöse nicht steuerpflichtig.

2. Eine Ausnahme von obigem Grundsatz stellt die mögliche Qualifizierung der Verkäufe als gewerbliche Tätigkeit dar.
Eine gewerbliche Tätigkeit liegt nach §15 EStG insbesondere dann vor bei:
Einer selbständigen nachhaltigen Betätigung, die mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, unternommen wird und sich als Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt.

Ein Gewerbebetrieb liegt, wenn seine Voraussetzungen im Übrigen gegeben sind, auch dann vor, wenn die Gewinnerzielungsabsicht nur ein Nebenzweck ist.

Dieser Punkt ist stets nach den Umständen des Einzelfalles zu bewerten.

Entscheidend für die Abgrenzung zwischen privater Vermögensverwaltung und gewerbl. Tätigkeit bei der Anschaffung und Veräußerung von Vermögensgegenständen ist, ob der Ankauf und der Verkauf ledigl. den Beginn und das Ende einer in erster Linie auf Fruchtziehung gerichteten Tätigkeit darstellen, oder ob die Umschichtung von Vermögenswerten und die Verwertung der Vermögenssubstanz entscheidend in den Vordergrund treten (BFH I R 153/71 v. 29. 3. 73)

Entscheidend dürfte daher sein, ob nach einer dreissigjährigen Ansammlung der Verkauf nun in Auflösungsabsicht erfolgt, dann keine Besteuerung, oder ob man die jahrelange Anschaffung als Beginn einer auf Einkünfteerzielung angesetzten Tätigkeit ansehen kann, insbesondere dann, wenn Sie die nächsten Jahre sukzessive Stücke aus der Sammlung verkaufen die einen hohen Wertzuwachs erlebt haben und gleichzeitig einzelne neue Sammlungsgegenstände zukaufen um möglicherweise von deren Wertzuwachs zu profitieren.

3. Letztlich bleibt nach die Qualifizierung als gewerbliche Einkünfte bei prägender Haupttätigkeit, so sind auch die Verkäufe eines gewerblichen Briefmarkenhändlers aus seinem privaten Sammlungsbestand Teil der gewerblichen Tätigkeit und damit zu versteuern.

Rückfrage vom Fragesteller 17.10.2010 | 17:15

Hallo Herr Haberbosch ,heist das wenn ich den Verkauf als Auflösungsabsicht(also Sachen die bestimmt schon 20 Jahre und länger in meinen Besitz sind) tätige, ich dann auch z.b. auch 30.000 Euro im Jahr auf meinen Konto gut schreiben könnte? oder gibt es eine Grenze? Gruss

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17.10.2010 | 18:58

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihr Beispiel in der Nachfrage würde nicht unter §23 EStG fallen, so dass der Erlös steuerfrei wäre, da es sich lediglich um Veräußerung von Privatvermögen handelt. Eine gewerbliche Betätigung dürfte bei einem Zeitraum von 20 Jahren zwischen Kauf und Verkauf ebenfalls nicht zutreffen, so dass der Erlös steuerfrei wäre unabhängig von der Höhe des Erlöses.

Mit freundlichen Grüßen und noch einen schönen Sonntagabend

Bewertung des Fragestellers 17.10.2010 | 20:18

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