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Verkauf einer Gebrauchtwagen


| 07.01.2005 23:12 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Hallo ich habe bei eBay als Privatperson ein Auto verkauft
der laut vorbesitzer nur 77000 km gelaufen ist.
so habe ich daß auch bei eBay Angebot angegeben, Den Wagen hat ein mitglied ersteigertund durch ein transport firma abholen lassen. Jetz behauptet er Daß Der Wagen 177000 km gelaufen ist
und möchte den Wagen zurück geben und Die Transportkosten über 100 EUR möchte er auch haben.Obwohl ich jegliche garantie und rücknachme rech abgewiesen habe.was muß ich machen ich habe den Wagen vor einen monat erst gekauft und laut vertrag ist derWagen nur 77000km gelaufen.
Mfg

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn Sie das Fahrzeug mit einer Kilometerleistung von 77.000 verkauft haben, das Fahrzeug aber tatsächlich 100.000 km mehr "auf dem Buckel" hat, stellt dies in der Tat einen Sachmangel dar, der dem Käufer grundsätzlich Gewährleistungsrechte einräumt. Da eine Nacherfüllung nicht möglich sein wird, steht dem Käufer in dem Fall das Recht zu, von dem Vertrag zurückzutreten.

Allerdings müsste er den Beweis dafür erbringen, dass das Fahrzeug tatsächlich mehr km gelaufen ist, als Sie angegeben haben. Da ich davon ausgehe, daß Sie, bevor Sie das Fahrzeug weiterverkauft haben, einen Blick auf den km-Stand des Tacho geworfen haben und dort nur 77.000 km angegeben waren, stellt sich mir die Frage, wie der Käufer darauf kommt, daß der Wagen tatsächlich 177.000 km gelaufen ist. Gelingt ihm jedoch der Beweis, wird er Sie wegen dieses Mangels in Anspruch nehmen können.

Etwas anderes kann sich nur ergeben, wenn Sie einen Gewährleistungssausschluß vereinbart haben und keine Beschaffenheitsgarantie über die Laufleistung abgegeben haben.

Das OLG Koblenz hatte am 01.04.2004 über einen ähnlich gelagerten Fall zu entscheiden (5 U 1385/03).

In diesem Fall ging es um einen Wagen, dessen Kilometerstand im Vertrag mit 207.172 angegeben war und es sich nachher herausstellte, daß der Wegstreckenzähler bei einer Laufleistung von über 300.000 Kilometer gewaltsam um 100.000 oder sogar 200.000 Kilometer zurückgedreht worden war. Der Käufer wollte, wie in Ihrem Fall, sein Geld zurück. Der Verkäufer behauptete dagegen, die Aktion sei einem Vorbesitzer zuzurechnen, und berief sich außerdem auf einen vereinbarten Gewährleistungsausschluss.

Das OLG Koblenz betrachtete die tatsächliche Laufleistung als Abweichung von der vereinbarten Beschaffenheit und somit als Mangel. Grundsätzlich hätte zwar der vereinbarte Gewährleistungssausschluß gegriffen. Der Verkäufer habe aber eine Garantie über die Laufleistung abgegeben, da er nach eingehender Befragung über alle wesentlichen Eigenschaften des Autos ohne jede Einschränkung erklärt hatte, der Tachostand stimme mit der Laufleistung überein.

Ob Sie wirksam einen Gewährleistungsausschluß vereinbart haben, kann ohne genauere Angaben nicht festgestellt werden. Auch wird es auf die Formulierung des Angebots und ggf. den vor Vertragsschluß erfolgten Schriftverkehr ankommen.

Ich empfehle Ihnen deshalb, die Angelegenheit konkret von einem Rechtsanwalt prüfen zu lassen. Sollte die Prüfung ergeben, daß Ihr Käufer zurecht von dem Vertrag zurücktreten kann, bestehen ggf. aber Schadensersatzansprüche gegen den Verkäufer, der Ihnen das Fahrzeug mit falschen Angaben verkauft hat. Auch hier wird es aber wiederum auf die konkreten vertraglichen Vereinbarungen ankommen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt
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