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Verkauf einer Eigentumswohung


29.05.2005 19:31 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

Wir (meine Frau und ich) haben im Juli 1997 eine Neubau-Eigentumswohung gekauft. Diese Wohnung hatten wir immer vermietet.
Die Wohnung wurde zu einem größeren Teil aus Steuerrückzahlungen (negative Einkünfte aus Vermietung) unserer Einkommenssteuer finanziert.
Ich bin jetzt arbeitslos geworden und habe nur sehr schlechte Aussichten auf einen neuen Job. Weil die Steuerrückzahlungen spätestens nächstes Jahr total ausbleiben werden müssen wir die Wohnung verkaufen.

Meine Fragen:
- Spekulationsgewinn: Muß ein eventueller Verkaufsgewinn (Spekulationsgewinn) versteuert werden?
- Steuerrückzahlungen: Kann das Finanzamt die Steuerrückzahlungen zurückverlangen?

Vielen Dank für Ihre Antwort
FL

29.05.2005 | 20:35

Antwort

von


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Sehr geehrte Rechtssuchender,

die Frage der Spekulationsbesteuerung ist in Ihrem Fall total umstritten. Vor 1999 galt eine Spekulationsfrist für Wohnungen von zwei Jahren. Wenn Sie also die Wohnung Juli 1997 gekauft haben, hätten Sie diese Juli 1999 steuerfrei verkaufen dürfen. Nun wurde diese Spekulationsfrist aber durch Gesetz vom 31.03 1999 auf zehn Jahre verlängert. Das heisst, Sie könnten die Wohnung erst im Juli 2007 steuerfrei veräussern. Der Bundesfinanzhof (höchstes Gericht der Steuerrechtssprechung ) hat in einem Urteil von 2003 aber massive Zweifel an der Rechtsmässigkeit der nachträglichen Verlängerung dieser Spekulationsfrist. Sollten Sie also die Wohnung vor Juli 2007 veräussern, dann legen Sie gegen einen Steuerbescheid, in den Ihr Gewinn der Spekulationssteuer unterworfen wird sofort ( innerhalb eines Monats nach Zugang des Bescheides bei Ihnen ) Widerspruch ein. Setzen Sie sich dann auch mit einem Steuerberater in Kontakt.

Das FA kann die Steuerrückzahlungen nicht zurückverlangen. Grds gibt es zwar auch bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung den Tatbestand der Liebhaberei, dieser bestimmt sich aber auf einen Zeitraum von 100 Jahren. Wenn Sie normalerweise nach 3 -4 Jahren mit einem Geschäft immer noch keinen Gewinn machen, dann unterstellt das FA Liebhabetrei und Sie müssen Steurrückzahlunegen, die aus diesen negativen Einkünften entsprungen sind zurückzahlen. Bei Vermietung und Verpachtung beläuft sich der Betrachungszeitraum allerdings auf 100 Jahre, d.h. erst wenn Sie in 100 Jahren immer noch keinen Gewinn mit der Vermietung gemacht haben, müssen Sie Steuerrückerstattungen zurückzahlen.

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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