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Verkauf einer Eigentumswohnung vor Erbfall

| 20. Juli 2020 18:36 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Meine Eltern setzten sich gegenseitig als Alleinerben des derzeitigen Gesamtvermögens (eine Eigentumswohnung und Barmittel) ein, und nach dem Tode des Längerlebenden sind mein Bruder und ich zu gleichen Teilen am aktuellen Verkaufswert der Eigentumswohnung und der Barmittel erbberechtigt.
Mein Vater verstarb vor 23 Jahren und meine Mutter ist nun seit einiger Zeit im Pflegeheim, die Kosten werden durch ihre Rente und die vorhandenen Barmittel bestritten. Mein Bruder erledigt alles Notwendige, da er in der Nähe wohnt und ich selbst 150 Km entfernt lebe.
Die Eigentumswohnung steht nun leer, und mein Bruder möchte sie unbedingt verkaufen und das Geld dann auf der Bank anlegen, wogegen ich mich ausgesprochen habe.
Meine Mutter ist noch voll geschäftsfähig, mein Bruder hat eine Bankvollmacht.
Könnte er die Wohnung einfach so verkaufen?
Der andere Vorschlag seinerseits war dass ich die Wohnung renoviere und vermiete, und ihn ausbezahle.
Sein nächster Vorschlag war, die Wohnung (Wert ca 235.000€) zu verkaufen und ich erhalte 50.000€. Ist dies alles in Hinblick auf das vorhandene Testament überhaupt möglich?

20. Juli 2020 | 19:35

Antwort

von


(89)
Roseplatz 6
31787 Hameln
Tel: 01772422226
E-Mail:

Sehr geehrte/r Rechtsratsuchende/r, 
 
nachfolgend nehme ich gerne zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen im Zusammenhang mit den Vorschlägen Ihres Bruders Stellung:

Dabei ist zunächst darauf hinzuweisen, dass einzig Berechtigte derzeit Ihre Mutter ist, über deren Kopf hinweg Ihr Bruder keine Entscheidungsbefugnis hat. Daran ändert auch die Bankvollmacht, die Ihre Mutter Ihrem Bruder erteilt hat nichts. 

Denn zu einem Verkauf der Eigentumswohnung müsste entweder Ihre Mutter persönlich beim Notar erscheinen und ihre Unterschrift unter einen entspr. Verkaufvertrag setzen oder der Notar müsste hierzu ins Pflegeheim kommen, was grds. auch möglich ist. 

In jedem Fall reicht die erteilte Bankvollmacht nicht aus, damit Ihr Bruder den Verkauf ohne notarielle Erklärung Ihrer Mutter verkaufen kann. Denn hierzu müsste Ihr Bruder eine notariell beglaubigte Vollmacht Ihrer Mutter vorlegen. 

Auch die weiteren Vorschläge Ihres Bruders sind rechtlich ohne ausdrückliche Zustimmung Ihrer Mutter und entspr. Eigentumsverfügungen so nicht durchführbar. Denn Ihre Mutter ist nach wie vor alleinige Berechtigte an der Wohnung. Denkbar wäre natürlich, dass Ihre Mutter einem Verkauf zustimmt und dafür eine notariell beglaubigte Vollmacht erteilt, mit der dann der Verkauf bewirkt werden kann. 

Des weiteren könnte Ihre Mutter Ihr Vermögen auch bereits im Wege der vorweggenommenen Erbfolge durch notarielle Schenkungsurkunde auf Ihren Bruder und Sie übertragen, allerdings aufgrund der Regelungen des gemeinschaftlichen Ehegattentestaments je zur Hälfte.  

Allerdings sollte Ihr Bruder den in dem gemeinschaftlichen Ehegattentestament zum Ausdruck kommenden Willen, dass Ihre Mutter Alleinerbin wird, respektieren und sie nicht in irgendwelche Vermögensdispositionen drängen, die sie selbst nicht möchte. 

Letztlich ist alleine der Wille Ihrer Mutter maßgeblich, was sie mit Ihrem Vermögen inkl. der Eigentumswohnung machen möchte. Hierauf sollte Ihr Bruder ggf. hingewiesen werden.  

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Anmerkungen weitergeholfen zu haben, wünsche Ihnen viel Erfolg und stehe Ihnen gerne unter RA-Fey@web.de für etwaige Rückfragen zur Verfügung. 
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Andrea Fey
Rechtsanwältin und Notarin


Bewertung des Fragestellers 22. Juli 2020 | 16:35

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ANTWORT VON

(89)

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