Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
484.392
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verkauf einer Eigentumswohnung - Streit mit dem neuen Käufer


21.11.2011 11:28 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Partnerin und ich haben im Jahr 2008 von ihren Eltern den nicht ausgebauten Dachboden ihres Elternhauses erworben und zu einer Eigentumswohnung umgebaut.

Ihre Eltern fragten uns, ob wir nicht Interesse an dem Umbau hätten, da ihr Vater vorher arbeitssuchend war und sie das Haus allein nicht unterhalten konnten. In der Vergangenheit kam es wohl häufig zum Zahlungsverzug (unsere Vermutung) und allein könnten beide das „große Haus" nicht halten.

Ihre Eltern ließen über einen Architekten die Teilungserklärungen und die (Um-) Bauanträge erstellen. Wir kauften den Dachboden über einen notariellen Kaufvertrag und bauten diesen zu einer Eigentumswohnung um. An der Außenhülle des Gebäudes wurde nichts verändert.

Meine Partnerin und ich wurden Eigentümer unserer Wohnung. Ihre Eltern Eigentümer ihrer Wohnung. In dem Haus entstanden somit zwei Wohnungen.

Die Wohnung wurde so gebaut, dass, bis auf die Kommunalen Abgaben (Wasser, Müll) und Versicherungen (Gebäudeversicherung), alles eigenständig zu nutzen und somit auch zu zahlen war. Die Wohnung beinhaltete eine eigenständige Heizung, einen eigenen Stromzähler usw. Ziel war es, möglichst wenig teilen zu müssen. Trotz Familie legten beide Seiten Wert auf eine Teilung um möglichst wenig Verwaltungsaufwand betreiben zu müssen. Die kommunalen Abgaben (Wasser, Müll) sowie die Versicherungen waren die einzigen beiden Positionen, welche wir zusammen gezahlt haben. Wasser wurde nach Verbrauch über interne Zwischenzähler abgelesen und verrechnet.

Nach dem Umbau fühlten wir uns in der neu geschaffenen Wohnung sehr wohl.

Doch meine Partnerin und ich waren es bis dahin gewohnt allein - ohne Familie zu wohnen. Da wir mit der Zeit merkten, dass uns die berufliche Entwicklung wichtiger war als Wohneigentum (wir wollten studieren) und meine Partnerin stets im Mittelpunkt ihrer gesamten Familie stand (sie war permanent den Problemen und Meinungen ihrer Familienmitglieder ausgesetzt), haben wir uns Anfang 2010 entschieden, wieder zu verkaufen und wieder in eine distanziertere Wohnung zu ziehen.

Wir sprachen mit ihren Eltern, die am Anfang verständlicherweise nicht begeistert waren. Später zeigten sie jedoch Verständnis und haben sich mit dem Vorhaben abgefunden.

Somit suchten wir uns einen Immobilienmakler, der in unserem Auftrag einen Interessenten für die Wohnung suchen sollte.

Nach kurzer Suche präsentierte er uns 3-4 Interessenten, von denen zwei die Wohnung kaufen wollten. Wir entschieden uns für eine alleinstehende Frau, mittleren Alters, die mehrere Monate zuvor ihren Ehemann verloren hat und eine eigne Wohnung für sich suchte.

Obwohl die Frau noch das Haus ihres verstorbenen Mannes hatte, entschloss sie sich, nach mehreren Besuchen, die Wohnung zu kaufen. Sie wollte ihr Haus zwar erst vorher verkaufen und dann eine Wohnung suchen. Nur so eine Wohnung „fände man nicht alle Tage". Deshalb wollte sie die Wohnung trotzdem haben und hoffte, dass sie schnell einen Käufer für ihre vorhandene Immobilie finden würde.

Zusammen mit dem Makler suchten wir letztlich einen Notar auf, der den Verkauf Ende September 2010 beurkundete. Als Übergabe der Wohnung vereinbarten wir Frühjahr 2011. Die Eltern meiner Partnerin verzichteten anschließend auf ihr Vorkaufsrecht.

Im Vorfeld erklärten wir der Frau alle Details zur Wohnung. Wir erklärten ihr warum wir die Wohnung gebaut haben und wieso wir verkaufen wollten. Weiter legten wir alle Papiere offen, die unsere Wohnung und unsere „Eigentümergemeinschaft" mit den Eltern meiner Partnerin betroffen haben und uns vorlagen. Dies beinhaltete alle Rechnungen, Zahlungen, Kostenaufteilungen, die unsere Wohnung und die Eigentümergemeinschaft betroffen haben. Außerdem händigten wir der Frau die Teilungserklärung sowie den Energieausweis der Immobilie aus. Wir legten großen Wert darauf, dass sie alle relevanten Informationen erfährt, da wir später keine Probleme wollten.

Außerdem initiierten wir ein Treffen mit den Eltern meiner Partnerin, damit sich alle kennenlernen konnten. Wie bei allen vorherigen Besuchen, war hier auch der Makler anwesend.

Im Beisein des Maklers, erklärten wir der Frau weiter, wie wir die als Eigentümergemeinschaft zusammen zu entrichteten Beiträge und Gebühren (Wasser, Müll, Versicherungen) verteilt haben. Bei der Aufteilung der Kosten meinte sie, dass sie sich diesbezüglich selbst mit den Eltern meiner Partnerin unterhalten wollte. Wir bräuchten uns nicht darum zu kümmern. Sie wollte nichts verändern; Details allerdings selbst mit ihnen besprechen.

Bei der Wohnungsübergabe im Frühjahr 2011, wiesen wir die Käufern erneut auf die Kosten hin. Auch hier meinte sie, dass sie die genaue Aufteilung später mit den Eigentümern der zweiten Wohnung besprechen wollte. Somit übergaben wir die Schlüssel und zogen uns nach der Übergabe aus der Wohnung zurück.

Vor wenigen Wochen bekamen wir eine Nachricht der Käuferin, dass die alte Eigentümergemeinschaft den Kommunalbetrieben noch Gebühren schulden würde. Wir prüften das umgehend. Es stellte sich heraus, dass wir allen Zahlungsverpflichtung ordnungsgemäß nachgekommen sind.

Nach kurzer Forschung stellen wir fest, dass die Forderungen der Kommunalbetriebe an die neue Eigentümergemeinschaft gerichtet waren und wir als alte Eigentümergemeinschaft nichts mehr damit zu tun haben. Beide neuen Eigentümer treten den Kommunalbetrieben als eine Einheit gegenüber und hätten nicht bezahlt. Da die Käuferin zu der Zeit noch nicht selbst in der ihr schon gehörenden Wohnung gelebt hat, muss sie offensichtlich die Eltern meiner Partnerin (als Eigentümer der zweiten Wohnung) mit den Vorauszahlungen beauftragt haben. Wir kennen die Absprachen nicht, die sie mit den Eltern getroffen hat. Sie sagte mit am Telefon, dass sie die Forderungen der Kommunalbetriebe in einer Summe beglichen habe und sich noch mal mit den Eigentümern (Eltern) der zweiten Wohnung unterhalten wollte.

Wir dachten, dass das Thema dadurch vom Tisch sei.

Vor wenigen Tagen bekamen wir eine weitere Nachricht von ihr. Sie sei sehr enttäuscht, dass wir ihr unter den gegebenen Umständen (was auch immer sie damit meint) unsere Eigentumswohnung verkauft haben. Wir würden von ihrem Anwalt hören. Sie wolle den Kauf rückgängig machen.

Wie sollen wir uns nun verhalten? Hat die Käuferin einen Anspruch auf Rückabwicklung des Immobilienkaufs? Die Wohnung wurde mangelfrei übergeben. Wir haben ihr nichts verheimlicht. Im Gegenteil.

Wir können doch nichts dazu, wenn sie sich selbst mit den weiteren Eigentümern über die Aufteilung der zusammen zu tragenden Kosten unterhalten wollte und diese nun nicht zahlen.

Während unserer Zeit in der Wohnung gab es keine Probleme mit den Zahlungen. Wir haben seinerzeit mit den weiteren Eigentümern (Eltern meiner Partnerin) vereinbart, dass meine Partnerin und ich die zusammen zu tragenden Kosten den Kommunalbetrieben gegenüber zahlen und uns ihre Eltern ihren Anteil rechtzeitig vor den Fälligkeitsterminen übergeben. Das hat auch stets ohne Probleme und Verzögerung funktioniert. Am Ende des Jahres haben wir dann auf die Wasserzähler geschaut - wie viel verbraucht hat. Entsprechend wurde nachgezahlt oder vergütet.

Gleichwohl erfuhren wir, dass es vor unserer Zeit und vor Gründung der Eigentümergemeinschaft wohl Probleme mit Zahlungen gegeben haben muss, welche durch die Arbeitslosigkeit des Vaters meiner Partnerin verursacht wurden, die vor unserer Zeit wohl in einer Androhung der Zwangsvollstreckung gegipfelt sind. Laut Aussage und Belegen waren das allerdings allesamt Zahlungsverpflichtungen, die weder etwas mit uns, noch mit der Wohnung zu tun hatten und vor unserer Zeit lagen. Nach der grundbuchlichen Überschreibung und Gründung unserer Eigentümergemeinschaft gab es keine finanziellen Probleme!

Wir haben nun die Befürchtung, dass uns die Käuferin Dinge vorwirft, die nicht wahr sind oder zu denen wir nichts können. Weiter haben wir den Eindruck, dass die Frau mit der Situation überfordert ist und jetzt einen Sündenbück für ihr Leben und ihre Probleme sucht.

Wer kann und helfen?
Was sollen wir machen?
21.11.2011 | 12:30

Antwort

von


330 Bewertungen
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrter Ratsuchender! Vielen Dank für Ihre Anfrage.Bitte beachten Sie, dass die Beantwortung der Frage auf Ihren Angaben beruht. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann sich die rechtliche Bewertung ändern.
Ihre Informationen lassen den Schluss zu, dass Sie bei Kaufvertragsabschluss, notarieller bEurkundung, usw. die in Ihrer Verantwortung liegenden Dinge ordnungsgemäß geregelt haben.
Hier dürfte auch der Makler, der anscheinend bei fast allen Gesprächen mit der Käuferin anwesend war, als Zeuge dies bestätigen können.

Nach den mir vorliegenden Informationen hat die Käuferin Wert darauf gelegt, die Nebenkosten- bzw. Abgabenangelegenheit mit den Eigentümern der zweiten Wohnung selbst zu regeln.
Insofern durften Sie sich sicherlich hierauf verlassen, insbesondere da es bis zum aktuellen Zeitpunkt scheinbar keinerlei Beanstandungen durch die Käuferin gegeben hat.
Da Sie, soweit es die Prüfung ergeben hat, sämtliche Rechnungen bis zum Zeitpunkt der Übergabe der Wohnung beglichen haben, kann die Käuferin sich auch nicht an Sie halten.
Richtiger Adressat für etwaige Ansprüche der Käuferin wären hier die Eigentümer der weiteren Wohnung.

Zunächst sollten Sie daher die Ansprüche der Käuferin zurückweisen.
Sofern Sie tatsächlich weitere Post z.B. durch einen bevollmächtigten Rechtsanwalt der Käuferin erhalten, sollten Sie auch hier reagieren.

Gerne bin ich im Rahmen der Mandatserteilung bei der weiteren Interessenvertretung behilflich.


Ich hoffe, Ihre Fragen zunächst beantwortet zu haben.Bei Rückfragen nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion auf dieser Seite.

Sollten Sie eine Interessenvertretung aus dem Bereich von Frag-einen-Anwalt.de heraus wünschen, so kontaktieren Sie mich bitte unter der angegebenen e-mail-Adresse oder den Kanzleidaten.


Rechtsanwältin Wibke Türk


Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie sind Immobilienmakler und immer für Ihre Kunden unterwegs?

Mehr Informationen
ANTWORT VON

330 Bewertungen

HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Familienrecht, Kaufrecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht, Reiserecht, Verkehrsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 61064 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Mein Erstnutzer-Eindruck : kompetent und schnell - unbedingt weiterzuempfehlen. Eine der sinnvollsten Internetseiten die ich kenne. ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Unsere Fragen wurden konkret beantwortet. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Hat uns sehr geholfen Können so mit guten Voraussetzungen im einem Rechtsstreit gehen. Vielen Dank und gerne wieder Sehr zu empfehlen ...
FRAGESTELLER