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Verkauf einer ETW, Schadensfall mit Wasserschaden, Minderung der Kaufpreissumme

| 12.04.2013 09:53 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


11:04

Zusammenfassung: Es geht um die Frage der Kaufpreisminderung bei einer behaupteten arglistigen Täuschung nach einem Hauskauf.

Eine Eigentumswohnung wurde mit Notarvertrag vom 12.11.2012 verkauft. Kaufpreissumme 140.000,00 € am 02.01.2013 bezahlt. Verkäufer/Eheleute sind seit August 2012 getrennt lebend. Ehefrau Juli 2012 ausgezogen, Ehegatte bewohnte Wohnung noch bis zum Auszugstag am 28.02.2013. Zahlte an neuen Eigentümer Miete.
Der neue Eigentümer zog angeblich erst zum 22.03.2013 ein und stellte am Waschbecken/Sifon im Bad einen Schaden fest, wo angeblich das Abwasser ins Mauerwerk eindringt. Der Sifon sei zu kurz gewesen, dieser ist jedoch seit Bezug der Wohnung durch das Ehepaar vor 5 Jahren eingebaut und ein Schaden wurde nie festgestellt. Bei der Kaufobjektbesichtigung wurde dem Käufer von den beiden Verkäufern ein früherer Wasserschaden im Keller mitgeteilt. Warum sollten die Verkäufer einen Schaden im Bad dann verschweigen? Der Käufer beruft sich nun auf den Kaufvertrag § 7 "arglistige Täuschung" und fordert 15000 - 20000 € von den Verkäufern für die komplette Renovierung des Bades und des angrenzenden WC´s. Neue Fliesen mit deren Verlegung sowie neue Türen. Die Verkäufer wurden vom am 25.03.2013 festgestellten Wasserschaden erst mit Schreiben eines Anwaltes des Käufers am 11.04.2013 in Kenntnis gesetzt.
Was ist zu tun? Ist diese Rückforderung aus der Kaufpreissumme rechtens?
12.04.2013 | 10:19

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ich nehme an, dass im Kaufvertrag sämtliche Gewährleistungsrechte ausgeschlossen sind und sich der Käufer daher nur dann an Sie wenden kann, wenn Sie arglistig getäuscht hätten, also den Mangel vorsätzlich verschwiegen hätten.

Die Beweislast dafür liegt beim Käufer, wobei die rechtliche Hürde relativ hoch zu sein scheint, wenn er auch über den Wasserschaden im Keller Bescheid gewusst hatte.

Mittels eines Sachverständigen könnte der Käufer nunmehr noch die Ursache und den möglichen Schadenseintrittszeitpunkt feststellen lassen und die Frage klären, ob der Mangel Ihnen hätte auffallen müssen.

Sie merken, dass die Geltendmachung eines solchen Anspruches mit erheblichen Beweisschwierigkeiten verbunden ist und auch nicht davon auszugehen ist, dass die Täuschung bewiesen werden kann, wenn Sie den Mangel tatsächlich nie festgestellt haben und auch nicht bewusst die Augen verschlossen haben.
Ich gehe außerdem davon aus, dass sich der Käufer das Haus angeschaut hat und ihm der Mangel dann wohl auch nicht aufgefallen ist, was belegt, dass der Mangel auch nicht unbedingt für Sie erkennbar gewesen ist, wenn es keine äußeren Anzeichen, wie Schimmel oder Geruch gegeben hatte.

Eine Kaufpreisminderung würde ich daher zum jetzigen Zeitpunkt ablehnen.

Wenn Sie für den Fall Hilfe brauchen sollten, steht Ihnen meine Kanzlei gerne zur Seite.


Nachfrage vom Fragesteller 12.04.2013 | 10:45

Sehr geehrter Herr RA, besten Dank für die Antwort. Gewährleistungsrechte sind ausgeschlossen, der Käufer könnte sich nur auf "arglistige Täuschung" berufen. Der Käufer hat mit einem Bekannten die Wohnung zwei mal besichtigt. Ein Makler war in den Verkauf des Objektes einbezogen und wußte ebenso nichts von einem Schaden. Vom Verkäufer wurde der Käufer noch auf eine defekte Fliese im Bad hingewiesen, was er mit "kein Problem" abtat. Dieser jetzige Wasserschaden war den Verkäufern nicht bekannt und eine arglistige Täuschung ist auf keinen Fall gegeben, sonst hätte man den Wasserschaden im Keller ja auch verschweigen können.
Es wurde angeblich ein Gutachter einer Versicherung hinzugezogen, der den Verkäufern weder namentlich benannt wurde noch die genaue Anschrift dieser Versicherung. Muss denn den Verkäufern nicht auch gleich nach Feststellung eines Schadens dies mitgeteilt werden, so dass entsprechende Schritte eingeleitet werden können und nicht erst eine Schadensmitteilung 2 1/2 Wochen später durch ein RA-Schreiben.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.04.2013 | 11:04

Sehr geehrter Fragesteller,

grundsätzlich kann der Schaden auch erst später mitgeteilt werden, allerdings könnte sich der Verkäufer dann selbst schadensersatzpflichtig machen, wenn durch die späte Mitteilung der Schaden noch größer wird.

Sie sollten daher zunächst erst einmal das Gutachten anfordern, falls weiter Ansprüche gegen Sie geltend gemacht werden.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben sollten, sprechen Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige kostenfreie Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber weiterhin Auskunft geben möchte.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 12.04.2013 | 11:25

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