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Verkauf eigengenutzte Immobilie bei gewerblichem Grundstückshandel

20. Juni 2022 19:29 |
Preis: 50,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


06:13

Sehr geehrte Damen und Herren,

folgender Fall:

Ich bin seit einigen Jahren im gewerblichen Grundstückshandel tätig. Seit letztem Jahr wohne ich in einer selbstgenutzten Eigentumswohnung welche ich gerne kommendes Jahr verkaufen möchte. Selbstgenutzte Wohnungen sind bekanntlich nach 3 Jahren der Eigennutzung von der Spekulationssteuer ausgenommen.

Wie verhält es sich in meinem Fall? Da ich gewerblichen Grundstückshandel betreibe wollte ich vorsichtshalber nochmal fragen, ob ich meine Wohnung auch nach Ablauf der 3 Jahres Frist steuerfrei verkaufen kann? Oder muss ich als Gewerbetreibender noch etwas beachten?

Danke schon mal für Ihre Antwort!

20. Juni 2022 | 20:57

Antwort

von


(327)
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10245 Berlin
Tel: 0302939920
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Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund der übermittelten Information beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Grundsätzlich ist die Veräußerung einer Immobilie durch einen gewerblichen Grundstückshändler ein Indiz dafür, dass die Immobilie zum Gewerbebetrieb des Verkäufers gehört.

Ausnahmsweise kann die Immobilie und deren Verkauf zur privaten Vermögensverwaltung zugeordnet werden, wenn der Erwerb privat veranlasst war und objektiv feststeht, dass die Immobilie nicht zum gewerblichen Grundstückshandel gehört, bspw. Selbstnutzung oder langjährige Vermietung, so schon BFH, Urteil vom 12.12.2002 – III R 20/01.

Das bedeutet für Sie, Sie müssen dem Finanzamt nachweisen, dass Sie die Immobilie tatsächlich zur Selbstnutzung erworben haben, dazu können bspw. folgende Argumente dienen, Geburt eines Kindes, neue Arbeitsstätte des Ehepartners etc. und das die Veräußerung aufgrund privater Erfordernisse, Umzug wegen der Kinder, Trennung etc. erfolgt. Es darf keine Veräußerungsabsicht, auch keine bedingt beim Erwerb der Immobilie vorgelegen haben.

Ich hoffe, dass ich Ihre Frage beantwortet habe, bei eventuellen Nachfragen können Sie gerne die kostenlose Nachfrageoption benutzen oder mich per E-Mail anschreiben.

Berücksichtigen Sie bitte, dass auch kleine Sachverhaltsänderungen zu einer gänzlich anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 20. Juni 2022 | 21:28

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Braun,

Danke für Ihre Antwort. Eine Nachfrage hätte ich hierzu:

In der Regel müssen Eigennutzer bei Verkauf die Immobilie im Jahr des Verkaufs sowie in den beiden Jahren zuvor selbst genutzt haben. Was hat es mit der 5-Jahres Grenze bei gewerblichen Immobilienhändler auf sich? Müssen diese die Immobilie innerhalb eines 5-Jahres Zeitraums vor Verkauf eigen genutzt haben?

Danke für Ihre Rückantwort!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 21. Juni 2022 | 06:13

Sehr geehrter Fragesteller,

die 5 Jahresgrenze wurde von der Rechtsprechung entwickelt, die 5 Jahresgrenze in Verbindung mit der 3-Objektregel ist ein Indiz für einen gewerblichen Grundstückshandel. Wer also mehr als 3 Objekte innerhalb von 5 Jahren nach Erwerb verkauft, betreibt einen gewerblichen Grundstückshandel.

In Ihrem Fall liegt eine Eigennutzung vor und ohne den gewerblichen Grundstückshandel könnten Sie steuerfrei nach § 23 EStG verkaufen. Sie müssen nun dem FA nachweisen, bzw. auf Nachfrage belegen können, dass die selbstgenutzte Immobilie kein Zählobjekt ist, d.h. diese Immobilie nicht zu den Objekten des gewerblichen Grundstückshandels gehört.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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Tel: 0302939920
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Gesellschaftsrecht, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht, Sozialversicherungsrecht, Erbrecht
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