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Verkauf des Hauses innerhalb der Familie bei Uneinigkeit über Preis


16.01.2018 19:15 |
Preis: 77,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Park, LL.B.



Guten Tag,

folgende Ausgangssituation:
Mein Vater hat mir und meinen beiden Geschwistern das Haus überschrieben (das Erbe wurde uns innerhalb einer Schenkung übertragen). Meiner Mutter gehört die Hälfte des Hauses und mir und meinen Geschwistern somit je 1/6 (wir stehen alle vier im Grundbuch). Geschwister A möchte das Haus jetzt kaufen. Meine beiden Geschwister und meine Mutter haben sich bereits auf einen Preis geeinigt, ohne einen Gutachter hinzu zu ziehen und ohne das sie mir nachweisen konnten/können/wollen, wie sie überhaupt auf den Wert des Hauses gekommen sind (keiner aus der Familie kennt sich mit Immobilien aus, sie bestehen auf den Preis und sind der Meinung das es keinen Gutachter dafür braucht). Aus diesem Grund bestehe ich auf einen externen Gutachter, der den Wert des Hauses schätzt.
Frage:
- Kann ich auf einen Gutachter bestehen oder muss die Mehrheit einem Gutachter zustimmen? Und wer trägt die Kosten (muss ich diese alleine tragen oder geht das geteilt durch vier)? Muss ich auf etwas bestimmtes bei der Erstellung des Gutachtens achten (reicht ein einfaches Gutachten oder braucht es eines was vor Gericht bestand hat)?
- Wird das Haus vom Gutachter höher im Wert geschätzt als meine beiden Geschwister und meine Mutter untereinander vereinbart haben, werde ich nicht einverstanden damit sein, dass das Haus zu einem niedrigeren Preis an Geschwister A verkauft wird. Wenn ich meine Unterschrift verweigere, welche Konsequenzen hat das?
Kann das Haus dann trotzdem verkauft werden weil die Mehrheit dafür ist (habe ich weniger «Stimmrecht», da mir nur 1/6 des Hauses gehört)? Kann ich dem zustimmen, das Geschwister A das Haus für den niedrigeren Preis kauft und gleichzeitig darauf bestehen, das dies nur unter der Bedingung geschieht, das mir der anteilsmässige Differenzbetrag zu dem Wert, welcher der Gutachter geschätzt hat, ausgezahlt wird?


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

- Kann ich auf einen Gutachter bestehen oder muss die Mehrheit einem Gutachter zustimmen? Und wer trägt die Kosten (muss ich diese alleine tragen oder geht das geteilt durch vier)? Muss ich auf etwas bestimmtes bei der Erstellung des Gutachtens achten (reicht ein einfaches Gutachten oder braucht es eines was vor Gericht bestand hat)?

Sie haben kein Recht einen Gutachter durchzusetzen. Da es sich bei dem Verkauf der Anteile an der Immobilie um einen privatrechtlichen Vertrag handelt, ist es Sache der Vertragsparteien über den Einsatz eines Gutachters zu bestimmen. Gesetzlich sind die Parteien nicht dazu verpflichtet.

Sollte ein Gutachter bestellt werden, so sollte dieser von der örtlichen IHK vorgeschlagen werden, dies zeugt von Kompetenz und Glaubwürdigkeit des Gutachters. Ein Gerichtsgutachten braucht es aber nicht.

- Wird das Haus vom Gutachter höher im Wert geschätzt als meine beiden Geschwister und meine Mutter untereinander vereinbart haben, werde ich nicht einverstanden damit sein, dass das Haus zu einem niedrigeren Preis an Geschwister A verkauft wird. Wenn ich meine Unterschrift verweigere, welche Konsequenzen hat das?

Wenn Sie hier nicht unterschreiben sollten kann Ihr Anteil von 1/6 nicht auf A übertragen werden.

Kann das Haus dann trotzdem verkauft werden weil die Mehrheit dafür ist (habe ich weniger «Stimmrecht», da mir nur 1/6 des Hauses gehört)? Kann ich dem zustimmen, das Geschwister A das Haus für den niedrigeren Preis kauft und gleichzeitig darauf bestehen, das dies nur unter der Bedingung geschieht, das mir der anteilsmässige Differenzbetrag zu dem Wert, welcher der Gutachter geschätzt hat, ausgezahlt wird?

Zumindest kann ohne Ihre Zustimmung nicht Ihr Anteil von 1/6 verkauft werden. Der Rest kann auch ohne Ihre Zustimmung verkauft werden.

Sie könnten sich vertraglich darauf verständigen, dass Sie einen höheren, durch einen Gutachter zu bestimmenden preis, erhalten. Dies ist unproblematisch möglich.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
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