Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verkauf bei Ebay | Rückbuchung durch Paypal

28.03.2009 09:38 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Sonja Richter


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe über Ebay 6 Blu Ray Discs verkauft (Privatverkauf). Incl. Versand belief sich der Verkaufserlös auf insgesamt 103 €. Versandkosten 2,-- € für eine unversicherte Bücher- oder Warensendung.

Der Käufer hat per Paypal bezahlt. Nach Gutschrift des Geldbetrages (was 1 Woche gedauert hat) habe ich die Ware UNVERSICHERT als DHL Päckchen versendet (noch 1,90 € aus eigener Tasche drauf bezahlt) und dem Käufer mitgeteilt das in 1 - 2 Tagen das Päckchen da sein müsste.

Erst nach 2 1/2 Wochen meldete sich der Käufer er habe nichs erhalten. 2 1/2 Wochen finde ich ungewöhnlich wenn ich explizit mitteile das in 1 - 2 Tagen ein Päckchen zu erwarten ist.

Dann der übliche standartisierte Weg. Paypal eingeschalten, Käuferschutz beantragt. Ich habe alle Unterlagen zur Verfügung gestellt. Quittung der DHL über das Päckchen, Nachforschungsauftrag, etc...

Paypal hat dem ganzen nun gestern stattgegeben und das Geld an den Käufer zurückgebucht. Ich fühle mich nun um diese 103 € betrogen. Ich habe die Vermutung das ich hier einem Betrüger aufgesessen bin, der offenbar Paypal Regeln ganz genau kennt. :-(

Das Päckchen wurde zusammen mit meiner Frau gepackt und wir haben es gemeinsam zur Post gebracht. Ich habe gehört das Privatverkäufer Ihren Versandverpflichtungen ausreichend nachgekommen sind sobald Sie das die Ware an ein Versandunternehmen übergeben haben.

Ich sehe nicht ein das Versand- oder Verlustrisiko zu tragen wenn ich explizit Waren- oder Büchersendung (unversichert) angebe.

Habe ich eine Möglichkeit wieder an mein Geld zu kommen?
Bezahlt einen möglichen Rechtsstreit meine Privatrechtschutz (KS)?

Eine Auftragserteilung ist - bei posiviter Bescheidung durch Sie - wünschenswert.

Vielen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf Grundlage der mir vorliegenden Informationen und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Wenn Sie als Privatperson über Ebay Sachen verkaufen, liegt ein sog. Versendungskauf im Sinne des § 447 BGB vor (vgl. LG Berlin, Urt. v. 1. 10. 2003 - 18 0 117/03, NJW 2003, S. 3493 ff.). Der Versendungskauf zeichnet sich dadurch aus, daß die Gefahr des zufälligen Verlusts auf den Käufer übergeht, sobald der Verkäufer die Ware dem Postdienstleister übergeben hat. Als Verkäufer müssen Sie daher nur darlegen und beweisen, daß Sie die Ware verpackt und an die Post übergeben haben. Wenn das Paket dann bei der Post verloren gehen sollte, geht dies zu Lasten des Käufers.

In Ihrem Fall verhält es sich so, daß Sie das Verpacken und die Übergabe an die Post durch Ihre Frau beweisen können. Ihre Beweissituation ist daher als gut zu bezeichnen. Ich sehe daher Chancen, Ihr Geld zurückzufordern.

Ob und inwieweit (z.B. bei einer Selbstbeteiligung) Ihre Rechtsschutzversicherung die Kosten eines Rechtsstreits übernimmt, müssen Sie mit der Versicherung abklären. Ihr Rechtsschutzversicherungsvertrag muß dabei Vertragsrechtsschutz enthalten.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Sonja Richter
- Rechtsanwältin -

Nachfrage vom Fragesteller 28.03.2009 | 11:15

Frau Richter,

vielen Dank für die ausführliche Argumentation. Also hat mich mein Gefühl nicht getäuscht.

Was schlagen Sie vor wie ich nun weiter vorgehen sollte? Der Käufer hat bereits angedeutet das er mir das Geld nicht (freiwillig) zurückzahlen wird.

Sollte ich das nun gleich über einen Anwalt laufen lassen? Wer hat grdsl. die Kosten der RA-Zahlungsaufforderung zu tragen?

Oder macht es in diesem Zusammenhang mehr Sinn den Käufer vorerst schriftlich anzumahnen bzw. zur Rückzahlung aufzufordern und dann bei Nichtzahlung die Sache an Sie zu übergeben?

Viele Grüße,

A. L.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.03.2009 | 12:55

Sehr geehrter Fragesteller,

ich empfehle Ihnen, den Käufer zunächst selbst unter Fristsetzung zur Zahlung aufzufordern. Dies hat den Vorteil, daß Sie ihn dadurch in Verzug setzen. Wenn Sie dann meine Dienste in Anspruch nehmen, können Sie die Kosten meiner Beauftragung als Verzugsschaden gegenüber dem Käufer geltend machen. Dies wäre für Sie eine Absicherung, falls Ihre Rechtsschutzversicherung diese Angelegenheit nicht übernimmt.

Mit freundlichen Grüßen

Sonja Richter
- Rechtsanwältin -

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70725 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Hallo ich bin nicht zu frieden İch werde nicht weiter gelholfen ich bitte zum verstenis das zu erkedigen ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich kann die Plattform frag-einen-anwalt.de ausdrücklich weiterempfehlen. Bisher habe ich immer eine schnelle, kompetente und verständliche Antwort erhalten. So auch in diesem Fall. Sehr gut finde ich auch die Nachfragefunktion. Vielen ... ...
FRAGESTELLER