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Verkauf aus Grundstücksgemeinschaft im Jahr 2020 nach 10 Jahren

30.09.2018 21:14 |
Preis: 102,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Sehr geehrter Herr Anwalt/in oder Steuerberater/in,,

vor 8 Jahren habe ich mit meiner Mutter in Bayern eine Wohnung 75 qm gekauft. 2/3 Eigentum im Grundbuch bei mir, 1/3 meine Mutter.

Die Ausgaben und Einnahmen laufen auf ein gemeinsames Konto. Die Parteien nehmen sich 300 Euro bzw. 450 Euro pro Monat aus dem Konto und Ertrag.

Ich legte bei der ersten Stuererklärung einen GbR-Vertrag vor. Steuerberaterin sagte lappidar "Ist der Steuer egal, man betrachtet sie als GRUNDSTÜCKSGEMEINSCHAFT". Wir geben jedes Jar eine "Gesonderte und Einheitliche Feststellung" ab.

In zwei Jahren also 2020 (nach der Spekulationspflicht) wollen wir die Wohnung mit gutem Gewinn veräußert. Sagen wir Beispielsweise 500.000 Euro Gewinn.

Frage: Fließt dieses Geld auf unserer gemeinsames Konto und wir müssen diesen Erlös dann aus "Auflösung der Gemeinschaft" versteuern?
Oder: Ist die Entnahme und Auflösung des Gewinns nach den 10 Jahren gemeinsamen Halten der Wohnung steuerfrei (wie bei einer Privatperson).

Wir und jeder Einzeln hat keine 3 Objekte (also 0 Objekte) in den letzten 8 Jahren veräußert.

Danke für die kurze Antwort mit ein paar PAragrafen zum Nachlesen oder einem Entscheidungslink.

danke

Ratsuchender.


Einsatz editiert am 30.09.2018 22:03:30
30.09.2018 | 23:18

Antwort

von


(63)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach Ablauf der 10-jährigen Spekulationsfrist ist Verkauf der Wohnung durch die Grundstücksgemeinschaft
steuerfrei. Ein steuerpflichtiges Veräußerungsgeschäft läge für den jeweiligen Beteiligten an der Gemeinschaft nur dann vor, wenn er vor Ablauf der Haltefrist aus der Gemeinschaft ausscheidet oder er später in die Gemeinschaft eingetreten ist und für ihn daher die Haltefrist zum Zeitpunkt des Verkaufs noch nicht abgelaufen war (https://www.haufe.de/steuern/finanzverwaltung/wie-werden-private-veraeusserungsgewinne-festgestellt_164_277174.html). Beides ist nach Ihrer Schilderung hier jedoch nicht der Fall.

Sie müssen dem Finanzamt lediglich die Auflösung der Gemeinschaft infolge des Verkaufs mitteilen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Achim Schroers
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 30.09.2018 | 23:51

Lieber Herr Rechtsanwalt Schroers,

wäre von einer Steuerpflicht auszugehen, wenn meine Mutter (1/3) verstirbt oder ich durch Rechtsgeschäft ihre 1/3 übernehmen würde?.

vielen Dank

Ratsuchender (Sohn)

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.10.2018 | 14:46

Sehr geehrter Fragesteller,

bei einer Erbschaft kommt es für die Berechnung der Haltefrist auf den Zeitpunkt an, zu dem der Erblasser das Veräußerungsobjekt angeschafft hat. Sollten Sie also den Miteigentumsanteil Ihrer Mutter durch Erbschaft erlangen, bleibt auch insoweit ein Veräußerungsgewinn steuerfrei. Anders sieht es aber dann aus, wenn Sie den Miteigentumsanteil Ihrer Mutter e n t g e l t l i c h erwerben. Dann liegt insoweit beim Verkauf ein steuerpflichtiges Veräußerungsgeschäft vor.

Mit freundlichen Grüßen
Achim Schroers
Rechtsanwalt

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(63)

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