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Verkauf Wohnung / Spekulationssteuer ja oder nein

17. Dezember 2020 16:52 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo ,
habe im Februar 2018 eine Wohnung gekauft und diese an meine Freundin
vermietet bis September2019 !
( Mit Mietvertrag, auch in Steuererklärung 2019 bereits angegeben )

Im Nov.2019 habe ich mich dort angemeldet als Zweitwohnsitz ( Nebenwohnung ) !
Im Jahr 2020 habe ich dort gewohnt !
Im Jan. 2021 möchte ich die Wohnung verkaufen !

Fällt dabei Spekulationssteuer an , die Dreijahresfrist ist ja eigentlich erfüllt , aber
reicht auch die Anmeldung als Nebenwohnung ??
Im Netz gehen die Meinungen teilweise auseinander !!

MfG

S.D.

17. Dezember 2020 | 17:22

Antwort

von


(533)
Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
Tel: 0611-13753371
Web: http://deutschland-schulden.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

das Bundesministerium der Finanzen hat sich bezüglich der Nutzungsdauer in seinem Erlass vom 17.06.2020 wie folgt geäußert (Az. IV C 1 - S 2256/08/10006).

Zitat:
Von der Besteuerung des Veräußerungsgewinns nach § 23 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 EStG
sind Wirtschaftsgüter ausgenommen, die im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden. Dabei muss die Nutzung zu
eigenen Wohnzwecken über einen zusammenhängenden Zeitraum vorliegen, der sich über
drei Kalenderjahre erstreckt. Es genügt hierbei, dass der Steuerpflichtige das Wirtschaftsgut
im Jahr der Veräußerung zumindest am 1. Januar, im Vorjahr der Veräußerung durchgehend
sowie im zweiten Jahr vor der Veräußerung mindestens am 31. Dezember zu eigenen Wohnzwecken genutzt hat


Weiterhin gilt, dass ein Wirtschaftsgut auch dann zu eigenen Wohnzwecken genutzt, wenn es von dem nur zeitweilig bewohnt wird und der übrigen Zeit als Wohnung zur Verfügung steht, z.B auch als Ferienwohnung oder Dienstwohnung.

Dies wurde auch zuletzt durch den Bundesfinanzhof in einem Urteil vom 27.06.2017, Az.: IX R 37/16 bestätigt.

Zitat:
1. Ein Gebäude wird auch dann zu eigenen Wohnzwecken genutzt, wenn es der Steuerpflichtige nur zeitweilig bewohnt, sofern es ihm in der übrigen Zeit als Wohnung zur Verfügung steht. Unter § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 3 EStG können deshalb auch Zweitwohnungen, nicht zur Vermietung bestimmte Ferienwohnungen und Wohnungen, die im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung genutzt werden, fallen.

2. Eine Nutzung zu eigenen Wohnzwecken „im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren" (§ 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 3 2. Alternative EStG) liegt vor, wenn das Gebäude in einem zusammenhängenden Zeitraum genutzt wird, der sich über drei Kalenderjahre erstreckt, ohne sie —mit Ausnahme des mittleren Kalenderjahrs— voll auszufüllen.


In Ihrem Fall ist also nicht mit einer Spekulationssteuer zu rechnen.


Ich hoffe damit Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und wünschen Ihnen noch einen schönen Abend.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke
















ANTWORT VON

(533)

Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
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