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Verkauf Eigentumswohnung unter Zwang an den Makler

21.06.2011 11:10 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Im Dezember 2009 wurde ich arbeitslos mit gleichzeitigem Verlust aller meiner Barmittel. Ich war gezwungen, Hartz IV zu beantragen, was mir auch nach einigen Monaten hin und her bewilligt wurde.
Meine vermietete Eigentumswohnung (Kaufpreis 1990 € Tsd 140)musste ich auf Forderung der Deutschen Bank (offene Hypothek €Tsd62) verkaufen, da ich die monatliche Annuität ab Dez. 2009 nicht mehr zahlen konnte. Die DB verwies mich an den besagten Makler, der von mir verlangte, einen Maklervertrag mit Alleinvertretungsanspruch zu unterzeichnen. Der für mich zuständige Mitarbeiter des Maklers bot mir an, die Wohnung zu kaufen, anderweitig sehe er keine Möglichkeit. Darauf bin ich eingegangen, den Hartz IV Antrag und die DB im Hinterkopf. Der Makler MA hat sogar die Maklergebühr gefordert.Der Verkaufvertrag (Notar) fand im März 2010 statt.
Jetzt meine Frage: Gibt es eine Chance, den Vertrag rückzuwickeln?
Danke

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage wie folgt:

den Vertrag rückzuwickeln, wird ganz schwierig sein, wenn Sie damit meinen, dass Sie die Wohnung zurückerhalten und die Bank oder der Makler das Geld. Die Wohnung ist wahrscheinlich schon z.G. eines Dritten eingetragen. Es ist grundsätzlich zwischen dem Kaufvertrag und der Auflassung der Wohnung zu Gunsten eines anderen oder Dritten zu unterscheiden.

Sie können aber den Kaufvertrag anfechten, weil dessen Abschluss möglicherweise gem. § 138 BGB sittenwidrig war. Wenn jemand Ihre Zwangslage ausgebeutet hat und sich dadurch Vermögensvorteile verschafft hat, dann ist der Vertrag wegen Sittenwidrigkeit nicht. Um diese Frage zu beantworten, muss ich natürlich wissen, was Sie für den Verkauf der Wohnung erhalten haben. Wenn Sie Wohnung zu Hälfte des Wertes verkauft haben, dann war das Geschäft auch sittenwidrig. Folgende Einzelfälle kann ich anführen 80.000 zu 42.000 ja; 441.660 zu 224.000 ja; 111.000 zu 175.000 Nein; 194.000 zu 110.000 nein; 38.000 zu 69.215 Nein(alle Angaben in DM- die Entscheidungen sind auch von damals- dies kann zu Ihrer Orientierung dienen.).

Dei Folge eines nichtigen Vertrages ist gem. §§ 812 BGB geregelt. Sie können verlangen, dass Ihnen das Erlangte an Sie zurückgegeben wird. Unter Umständen können Sie einen Schadensersatz gem. § 826 BGB verlangen.

Sie können möglicherweise die Bank in Anspruch aus Dritthaftung nehmen, weil sie Sie auf den Makler verwiesen hat. Das wäre eine andere Frage, die sowohl rechtlich als auch sachlich kompliziert wäre. Es kommt auf die Geschäftsverbindung zwischen der Bank und dem Makler an.

Das war eine erste Einschätzung der Sach- und Rechtslage.



Nachfrage vom Fragesteller 21.06.2011 | 13:01

Viele Dank für die ausführliche Antwort. Hier die Beantwortung der von Ihnen aufgeworfenen Fragen: Ich habe vom Makler 62000€ erhalten, das entspricht weit weniger als 50% des Neupreises in 2000 und, unter Berücksichtigung, dass der erzielbare Wert kleiner ist als der Neupreis, etwa 50% des tatsächlichen Wertes. Zwecks Beziehung der DB zum Makler, ich glaube, dass das nicht mehr als ein Gefallen des DB Sachbearbeiters war , und er nichtmitdem Makler nter einerDecke steckt.
Zusammenfassend würden Sie mir empfehlen, einen lokalen Rechtsanwalt zu kontatieren?

mit freundlichenh Grüßen
Segovia

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.06.2011 | 13:38

Vielen DAnk für die Nachfrage!

Ihre Wohnung war aber mit einer Hypothek i.H.v. 62.000 € belastet, wenn ich das richtig verstanden habe. Die Belastung müssten Sie natürlich abziehen, wenn er die Hypothek übernommen hat. Wenn er aber die Wohnung frei von Rechten Dritter übernommen, hat, sprich Sie hätten die Hypo abgezahlt, dann ist ziemlich klar, dass er Sie im Sinne des § 138 BGB ausgenutzt hat und der Vertrag sittenwidrig ist.

In diesem Fall sollen Sie sich an einen Kollegen vor Ort wenden.

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