Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verkauf Eigentumswohnung mit Terrasse

| 13.11.2020 13:32 |
Preis: 40,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Die aufgrund eines Sondernutzungsrechts genutzte Terrasse einer Eigentumswohnung kann bei der Wohnflächenberechnung anteilig berücksichtigt werden.

Ich möchte eine Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus auf einem gängigen Immobilienportal zum Verkauf anbieten zu der ein Sondernutzungsrecht auf eine Terrasse gehört.

Wenn ich im Exposé die Fläche der Terrasse mit in die Wohnfläche einfließen lasse (mit 25% oder 50%), dann würde auch der ausgewiesene Quadratmeterpreis niedriger sein.

Würde man mir vorwerfen können falsche Angaben zu machen? Immerhin gehört die Terrasse nicht zum Sondereigentum.

13.11.2020 | 18:43

Antwort

von


(94)
Neustr. 32
46535 Dinslaken
Tel: 02064 82 88 144
Web: http://www.rechtsanwalt-dubbratz.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt beantworten:

Die Fläche der Terrasse kann in die Wohnflächenberechnung anteilig mit einbezogen werden, wobei ich darauf hinweisen möchte, dass § 4 Nr. 4 WoFlV in der Regel eine Anrechnung zu einem Viertel vorsieht.

Das OLG Nürnberg (Aktenzeichen: 13 U 1118/00 ) hat mit Urteil vom 27. Juli 2000 bereits detailliert dargelegt, dass auch eine Terrasse, die "nur" mit einem Sondernutzungsrecht belegt ist, bei der Berechnung der Wohnfläche berücksichtigt werden kann. Dazu führt das Gericht wie folgt aus:

"Unzweifelhaft ist die Terrasse schon deshalb ausschließlich der Eigentumswohnung des Klägers zugeordnet, weil sie Gegenstand seines Sondernutzungsrechtes ist; denn der Kläger erwarb gemäß Nachtrag vom 29. Juli 1997 neben dem Sondereigentum an der Wohnung A 2 das "Sondernutzungsrecht an der Terrasse und Gartenfläche". Die Auffassung des Klägers, Flächen im Gemeinschaftseigentum müßten von vorneherein bei der Wohnflächenberechnung außer Betracht bleiben (Bl. 174 d.A.), ist unhaltbar. Sie hätte zur Folge, daß in Eigentumswohnungsanlagen auch Balkone, Loggien und Dachgärten bei der Berechnung der Wohnfläche einer Eigentumswohnung nicht berücksichtigt werden dürften; denn auch diese Gebäudeteile stehen im Gemeinschaftseigentum (vgl. BayObLGZ 1983, 195 ; NJW 1996, 2106 = WuM 1996, 294 ff.)." (OLG Nürnberg, 13 U 1118/00 )

Daher kann man Ihnen nicht vorwerfen, falsche Angaben zu machen, wenn Sie die Einbeziehung in die Wohnflächenberechnung vornehmen.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft geholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Dubbratz
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht


Bewertung des Fragestellers 13.11.2020 | 20:34

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Die Antwort war nicht zu lang und nicht zu knapp. So hatte ich mir das vorgestellt.

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Frank Dubbratz »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 13.11.2020
5/5,0

Die Antwort war nicht zu lang und nicht zu knapp. So hatte ich mir das vorgestellt.


ANTWORT VON

(94)

Neustr. 32
46535 Dinslaken
Tel: 02064 82 88 144
Web: http://www.rechtsanwalt-dubbratz.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Nachbarschaftsrecht, Fachanwalt Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Fachanwalt Familienrecht, Immobilienrecht