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Verkauf Eigentumswohnung an Hundehalter

12. Januar 2014 18:31 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Hundehaltung in einer WEG und Berücksichtigung der der Hausordnung bei einem Verkauf der Eigentumswohnung.

Guten Tag,

ich möchte meine Eigentumswohnung verkaufen. Es melden sich immer wieder Kaufinteressenten mit Hund.

Die Hausordnung sagt zum Thema Tierhaltung folgendes: "Das Halten von Haustieren ist nur gestattet, wenn eine Behinderung oder Belästigung anderer Wohnungsinhaber nicht erfolgt." In anderen Unterlagen (z.B. Teilungserklärung) habe ich keine Regelung zum Thema gefunden.

Ein ehemaliger Eigentümer hatte seine Wohnung an eine Familie mit Hund vermietet. Das sorgte damals für großen Ärger in der Wohnungseigentümergemeinschaft. Argumente wie Allergien gegen Hundehaare oder allgemein Angst vor Hunden wurden angeführt. Der Hund war größer, aber alt, sehr ruhig und scheu und hat zu keinerlei Behinderung oder Belästigung der Hauseigenschaft geführt.

Auf einer Wohnungseigentümerversammlung wurde das Thema besprochen. Ergebnis: Der Hund der Mieter wird geduldet. Die Mieter sind mitsamt Hund zwischenzeitlich weggezogen. In einer nächsten Eigentümerversammlung sollte eine Anpassung der Hausordnung diskutiert werden. Die Anpassung soll dahingehend erfolgen, dass die Eigentümergemeinschaft darüber entscheidet, ob ein Hund gehalten werden darf oder nicht.

Allerdings wurde das Thema Hundehaltung in der letzten Eigentümerversammlung anders wie vorgesehen nicht besprochen, wodurch bis dato eine unklare Sachlage vorhanden ist. Die nächste Eigentümerversammlung wird erst wieder stattfinden, wenn wir unsere Wohnung verkauft haben und nicht mehr Eigentümer sind. Wir können auf die Abstimmung/Beschlussfassung also auf dem Weg keinen Einfluss nehmen.

Ich habe jetzt wieder Kaufinteressenten mit Hund, diesmal mit einer kleinen Rasse. Der Hund verhält sich laut Kaufinteressenten ruhig und wird für keine Beeinträchtigung der Hausgemeinschaft sorgen.

Ich kann jedoch schlecht die Hausgemeinschaft jedes Mal fragen, ob Sie mit dem Tier und damit mit den Kaufinteressenten unserer Wohnung einverstanden sind! Dadurch würden mir unter Umständen Möglichkeiten entgehen, meine Wohnung zu verkaufen und damit meinen Kredit für den Kauf meiner neuen Eigentumswohnung zu begleichen. Ob das Tier andere Wohnungsinhaber behindert/beeinträchtigt oder nicht kann erst festgestellt werden, wenn das Tier im Haus lebt - wir also unsere Wohnung verkauft haben.

Kann ich die Wohnung unter diesen Umständen an die Kaufinteressenten mit Hund verkaufen? Welche rechtlichen Konsequenzen könnten möglicherweise auf mich zukommen?

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

12. Januar 2014 | 19:19

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:






Frage 1:
"Kann ich die Wohnung unter diesen Umständen an die Kaufinteressenten mit Hund verkaufen?"



Dies können Sie tun, wenn Sie den Käufer nachweislich über die hier in Ihrer Eigentümergemeinschaft geltende Besonderheit hinsichtlich der Hundehaltung aufgeklärt haben.

Am besten geschieht dies schriftlich und unter Zeugen sowie durch einen Passus im Kaufvertrag über die Wohnung.

Eine Eigentümerversammlung darf nämlich grundsätzlich die Haltung von Hunden und Katzen in Wohnungen verbieten (OLG Frankfurt, Az. 20 W 500/08 ).

Die ist hier allerdings noch nicht einmal geschehen, sondern die Tierhaltung darf aktuell dann erfolgen, "wenn eine Behinderung oder Belästigung anderer Wohnungsinhaber nicht erfolgt".

Nach dieser Maßgabe wird sich dann die neue Eigentümerin mit der Eigentümergemeinschaft auseinandersetzen müssen.

Diese Unklarkeiten können natürlich nicht bei Ihrer Verkaufsentscheidung zu Ihren Lasten gehen. Ihnen ist nicht zuzumuten, diese Frage vorab für die neuen Eigentümer zu klären. Wichtig ist allein, dass Sie die Eigentümer hierüber unaufgefordert und nachweisbar ( s.o.) aufklären.




Frage 2:
"Welche rechtlichen Konsequenzen könnten möglicherweise auf mich zukommen?"


Wenn Sie dem Erwerber wie oben beschrieben aufgeklärt haben, können aus in Bezug auf die Hundehaltung in dem Objekt keine Nachteile auf Sie zukommen.








Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael Fork, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Raphael Fork

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