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Verkauf / Ablöse einer EBK an den Nachmieter ohne Zustimmung


16.12.2017 18:22 |
Preis: 30,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Abend,
ich benötige Hilfe in einem verzwickten Fall. Im August 2017 mietete ich eine Wohnung mit Einbauküche an (diese EBK war völlig runtergekommen, ungepflegt, teils Defekt, sicher schon älter als 20 Jahre und auf gut deutsch einfach nur assozial). Deshalb hab ich gleich beim Einzug diese Küche demontiert und trocken im Keller gelagert. Das ganze habe ich (leider) gemacht ohne den Vermieter zu Informieren oder zu fragen. Eine Nagelneue, passgenaue EBK (1300€) wurde eingebaut und angeschlossen. Aus privaten Gründen musste ich die Wohnung nach 3 Monaten wieder aufgebeben (habe NIE dort gewohnt, war nicht dort gemeldet und habe die EBK nicht 1 mal benutzt) und suche über diverse Internetportale einen Nachmieter mit der premisse (!) das dieser die von mir Installierte EBK sowie diverse Rollos ablöst (€1400). Schon bald meldete sich eine Dame und ihr Ehemann die diese Wohnung mieten wollten. Sie besichtigten die Wohnung und meinten, das mit der EBK passt, sie wollen sie mit ablösen. Habe dann den Kontakt zum Vermieter hergestellt und meine Nachmieter sowie der Vermieter konnten sich einigen und sie schlossen das Mietverhältnis. Bei Wohnungsübergabe durch die Hausverwaltung gab es dann das Problem das es für den Vermieter nicht akzaptiert wird das diese Küche hier verleibt und sie müsse sofort ausgebaut werden (war selbst nicht anwesend; kam per Einschreiben). Nach einigen Tagen rief ich dich Nachmieter an und sie haben gemeint das sei egal, sie wollen die Küche trotzdem ablösen. Daraufhin machte ich mit der Dame den Ablösevertrag über die Küche und die Rollos (Insgesamt 1400€) und im Vertrag steht ausdrücklich ohne (!) Rücknahme, Gewährleistung, Garantie oder sonstige Schadensersatzansprüche durch Anschluss etc. Zahlungsziel ist 14 Tage später (13.11.2017). Die Dame unterschrieb das, eine Ausfertigung für mich und eine für sie. Kurzum, das Geld habe ich nie erhalten und dann kam per WhatsApp eine Nachricht, das angeblich irgendwas nicht funktioniert und ich solle mich mit dem Angebot über €200 zufrieden geben oder ich solle die Küche binnen 14 Tagen wieder ausbauen. Der Ablösevertrag den ich mit ihr geschlossen habe schließt Rücknahme, Garantie oder Mängel bei Montage sontiges ausrücklich aus!!! Deseiteren steht in dem Vertrag das die EBK vom Käufer besichtigt wurden.


Nun meine Frage, kann ich da Rechtlich irgendwas einfordern?
Der Vertrag ist rechtlich meiner Meinung nach OK, nur meine Sorge ist der Aspekt, das das ganze ohne dem Einverstandnis des Vermieter von statten gegangen ist.

Lohnt es sich für mich mit dem ganzen Sachverhalt zum Anwalt zu gehen? wie stehen die Chancen da etwas rauszuholen?

Oder soll ich mich mit den €200,- zufrieden stellen?

Ausbauen möchte ich sie ungerne, dann bekomme ich gar nichts mehr.

Wie stehts rechtlich in diesem Fall?

Vielen Dank und einen schönen Abend

16.12.2017 | 19:28

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Die Verpflichtungen gegenüber dem Vermieter können Sie nicht durch den Vertrag mit den Nachmietern entgehen. Wenn also ein Montagefehler vorliegt der zu einem Wasserschaden führt, wären Sie dafür verantwortlich.

Was sonstige Mängel angeht ist der Ausschluss von Gewährleistungen im Privatverkauf möglich. Ihrer Schilderung zu Folge wurde ein Gewährleistungsausschluss vereinbart. Sie können somit selbst bei mangelhafter Ware (wenn Sie von dem Mangel bei Verkauf nichts wussten) Zahlung des Kaufpreises verlangen. Wenn Ihnen der Vertrag unterzeichnet vorliegt, sind Ihre Chancen auch recht gut hiermit vor Gericht erfolgreich zu sein.
Angesichts des Streitwertes würden Sie hier keinen Anwalt benötigen. Es kann dennoch sinnvoll sein hier auf einen Kollegen zurückzugreifen. Manchmal lässt sich auf diese Weise ein kostspieliges Verfahren vermeiden. Anwälte werden im Normalfall nach Streitwert bezahlt. In Ihrem Fall lägen die Kosten für die Beauftragung im außergerichtlichen Verfahren bei 201,71 €. Im Gerichtsverfahren träten hier nochmals 276,97 € hinzu. Im Falle des Obsiegens müssten jedenfalls die gerichtlichen Kosten von der Gegenseite übernommen werden.
Sollten Sie in dieser Sache Unterstützung benötigen, stehe ich gerne zur Verfügung. In diesem Fall können Sie mich gerne via Email kontaktieren.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 16.12.2017 | 20:08

Sehr geehrter Herr Krueckemeyer,
vielen Dank für die schnelle und umfassende Antwort.
Mir geht es nicht um die Gewährleistung oder Garantie, mit der EBK ist alles in Ordnung und funktioniert auch einwandfrei.
Mir geht es darum den im Kaufvertrag festgelegten Kaufpreis zu erhalten.
Was mir Sorgen macht ist der Vermieter. Kann der Nachmieter nicht jetzt im Nachhinein noch etwas anfechten mit der Begründung das der Vermieter nichts davon wusste und mir auch mitgeteilt hat das die Küche entfernt werden soll? Können die 2 Parteien nicht jetzt von mir Verlangen die Küche zu entfernnen? Oder das der Nachmieter sich mit dem Vermieter zusammensetzt und "gemeinsames Spiel" machen und von mir verlagt die EBK zu entfernen und ggf die alte wieder einzusetzen? Dies möchte ich unbedingt vermeiden. Steht das Recht hier auf meiner Seite, auch wenn ich das ganze ohne dem Einverständnis des Vermieters getätigt habe? Was würden sie tun, soll ich dem Nachmieter dies so Mitteilen, das er mir die 1400€ umgehend zu Überweisen hat? Oder wie stell ich das ganze jetzt am besten an?

Vielen Lieben Dank und ein schönes Wochende wünscht

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.12.2017 | 20:33

Sehr geehrter Fragesteller,

Der Vermieter kann grundsätzlich von ihnen die Entfernung der Küche verlangen. Außerdem kann er verlangen, dass die alte Küche wieder eingebaut wird.

Dieses Verlangen steht aber neben ihrem Kaufvertrag mit dem Nachmieter. Da die alte Küche im Keller steht gehe ich davon aus dass die Situation mit dem Nachmieter besprochen wurde. In diesem Fall kann sich der Nachmieter nicht auf Verschweigen berufen.

Unabhängig davon steht der Kaufvertrag über die neue Küche. Den Kaufpreis können sie verlangen. Notfalls kann dieser auch Rechtlich durchgesetzt werden Punkt

Risikobehaftet für sie wäre, wenn der Nachmieter sich darauf beruft, dass die Küche unnutzbar wäre weil der Vermieter den Ausbau fordert. Ihren Sachverhalt zufolge bemängelt der Nachmieter aber die Qualität der gekauften Küche. Diese Mängel wurden wirksam ausgeschlossen (nach dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt).

Sie sollten daher unter Fristsetzung zur Zahlung auffordern. Sollten Sie keine Zahlung erhalten, empfiehlt sich der Gang zum Anwalt.

Falls Sie weitere Nachfragen haben oder Unterstützung in diesem Verfahren wünschen kontaktieren Sie mich bitte per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


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