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Verkäuferrecht - Käufer deklariert Ware als defekt - was tun?

10.08.2009 17:10 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Vor Kurzem habe ich ein Auto-Radio in Ebay verkauft (siehe Artikelbeschreibung). Ich habe es als gebraucht angegeben und die Gewährleistung ausgeschlossen. Das Radio war beim Ausbau in Ordnung. Ich hatte es 1 Jahr in Gebrauch. Anfang des Jahres habe ich mir ein neues Auto gekauft und mein altes abgewrackt und somit das Radio ausgebaut. Es lag jetzt etwa ein halbes Jahr im Originalkarton eingepackt im Schrank.
Sofort nach Geldeingang habe ich das Radio mit DHL als Paket verschickt. Der Käufer kontaktierte mich nach Erhalt, dass das Radio defekt ist. Es spielt keine DVD´s ab und Synchonisiert nicht mehr zum Handy. Jetzt möchte er sein Geld zurück incl Versandkosten. Was muss ich nun tun? Muss ich ein defektes Gerät zurücknehmen? Was soll ich denn mit einem defekten Gerät? Bleibe ich auf den Kosten sitzen? Wer ist hier für den Schaden verantwortlich? Was ist, wenn der Käufer beim Einbau einen Defekt verursacht hat? Was ist, wenn das Gerät beim Versand kaputt gegangen ist durch starke Erschütterung? Wie kann ich beweisen, dass ich ein funktionierendes Gerät verschickt habe?

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihr Anfrage darf ich anhand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Sie haben über die Internetplattform ebay einen rechtswirksamen Kaufvertrag geschlossen. Dabei wurde die Versendung des Radios an den Käufer vereinbart.

Nach § 447 BGB geht in diesen Fällen die "Gefahr" des Kaufgegenstandes mit Ablieferung an das Transportunternehmen - hier DHL- auf den Käufer über. Das heisst: Sie müssen nachweisen, dass sie das Radio in funktionsfähigem, ordnungsgemässen Zustand DHL übergeben haben. Dies kann z.B. durch einen Zeugen bewiesen werden.

Sofern tatsächlich auf dem Transportweg oder danach ein Mangel / Schaden aufgetreten ist, trägt der Käufer die "Gefahr ", also das Risiko. Er muss also beweisen, dass das Radio schon bei Übergabe defekt war.

Da Sie zudem einen Gewährleistungsausschluß vereinbart haben, kann der Käufer nur dann Ansprüche geltend machen, wenn die einen Mangel arglistig verschwiegen haben. Dafür trägt der Käufer die Beweislast.

Ob Sie den Gewährleistungsausschluß wirksam vereinbart haben, kann von hier aus nicht beurteilt werden. Als Gewerbetreibender könnten Sie dies z.B. nicht. Mangels anderer Angaben, gehe ich aber von einem wirksamen Ausschluss aus.

Im Ergebnis sollten Sie also die Ansprüche des Käufers zurückweisen und abwarten, ob dieser tatsächlich weitere Schritte einleitet. Dann sollten Sie ggf. auch einen Anwalt mit Ihrer weiteren Vertretung beauftragen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen einen Überblick über die Rechtslage verschaffen konnte.


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