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Verkäufer will Schadensersatz wegen Negativbewertung

| 03.06.2009 22:03 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Hallo

ich hab efolgendes Problem. Ich habe am 16.05.2009 einen Artikel bei Ebay ersteigert. Diesen hab ich bezahlt, aber bisher nie bekommen !
Ich habe den Verkäufer mehrfach angeschrieben, ohne Erfolg Der Verkäufer meldete sich nur wenige male mit unzureichenden Antworten.
Ich habe den Verkäufer dann nun negativ bewertet, da ich meinen bezahlten Artikel noch immer nicht erhalten habe. ( bis heute )

Nun aufeinmal meldet sich der Verkäufer und meint mit meiner negativen Bewertung hätte ich ihm wirtschaftlichen Schaden zugefügt und er will einen Anwalt einschalten und den Schaden geltend machen. sprich mich verklagen.

Meine Frage ist, geht das denn überhaupt ? Ich habe ja bezahlt
( Beleg liegt vor ) daher ist ja meine Bewertung auch gerechtfertigt.
Hatte bisher nie Probleme, habe nur positive Bewertungen bei Ebay.

Ich bin relativ neu bei Ebay , ich habe ja bezahlt und eine reine Weste, aber diese Drohung macht mir doch ziemlich Angst.
Wie soll ich mich verhalten. ???

MfG

Sehr geehrter Fragesteller,

1.
gegen ein Negativbewertung bei Ebay besteht ein Beseitigungsanspruch, wenn die Bewertung offensichtlich falsch ist und eine unwahre Tatsachenbehauptung enthält; OLG Oldenburg, Urteil vom 03.04.2006, Az.: 13 U 71/05.

Solange Ihr Kommentar zur Bewertung sachlich geblieben ist und den Tatsachen entspricht kann der Verkäufer gegen die Bewertung nicht vorgehen, da es sich dabei um eine Meinungsäußerung handelt, die der Meinungsfreiheit unterliegt.

2.
Sollte die Bewertung objektiv falsch sein, kann der Verkäufer Schadenersatzansprüche geltend machen. Allerdings muss er nachweisen, dass ein Schaden entstanden ist und dieser auf Grund der Bewertung entstanden ist. Dies wird häufig nicht möglich sein.

Da Ihre Bewertung, nach Ihrer Schilderung, jedoch gerechtfertigt ist besteht kein Schadensersatzanspruch.


Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

PS.: Wenn Sie diese Antwort bewerten, helfen Sie mit, diesen Service transparenter und verständlicher zu gestalten.

Nachfrage vom Fragesteller 04.06.2009 | 06:56

Hallo

danke für Ihre Antwort.
also meine Bewertung wie ist folgend ( genau so hab ich es geschrieben ):

- "Der Verkäufer reagiert nicht, Zahlungsbeleg liegt vor, unverstädnlich! negativ " -


Bewertung ist objektiv da ich ja meine Ware nicht erhalten habe und ewig keine Reaktion des Käufers kam. Habe einen Kontoauszug mit dem ich die Zahlung belegen kann. !!!!
Jetzt schrieb der Käufer noch " sollte das sollte das Geld noch gutgeschrieben werden lassen wir es rückbuchen " .
Nun will er das Geld nicht mehr und meine Ware bekomm ich immer noch nicht.

Da ich Neuling bin weis sich ncht fas für Rechte ich als Käufer wirklich habe.

Also so wie ich es rauslese hat der Verkäufer im Grunde keine Handhabe... ?

MFG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.06.2009 | 07:32

Sehr geehrter Fragesteller,

ihre Bewertung ist sachlich und nach Ihrer Schilderung auch objektiv richtig. Daher sehe ich keine Grundlage für einen Schadensersatzanspruch des Verkäufers.

Durch den Zeitablauf der "Auktion" ist ein wirksamer Kaufvertrag zustande gekommen. Sie haben Ihre Verpflichtungen erfüllt indem Sie den Kaufpreis bezahlt haben. Der Verkäufer ist nun verpflichtet Ihnen die Ware zuzusenden. Sollte der Verkäufer den Kaufpreis an Sie zurückbuchen kommt er in Annahmeverzug und muss trotzdem seine vertraglichen Verpflichtungen erfüllen. Der Zahlungsanspruch gegen Sie bleibt jedoch weiter bestehen.

Sie sollten dem Verkäufer in einem Schreiben mitteilen, dass Sie einen wirksamen Kaufvertrag mit ihm abgeschlossen haben und eine Frist bis zur Zusendung der Ware setzen ( 10 Tage). Darüber hinaus können Sie die Kosten die Ihnen durch die Frage in diesem Portal entstanden sind als Schadensersatz geltend machen. Dieses Schreiben sollten Sie mittels Einschreiben an den Verkäufer senden, damit Sie einen Nachweis über den Empfang haben.

Sollte der Verkäufer seine vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen bleibt als nächstes nur noch die Klage. Dazu rate ich Ihnen einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 04.06.2009 | 08:59

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"vielen Dank sie haben mir sehr geholfen. Sollte ich weitere Probleme haben würde ich sie mit meiner Interessenvertretung beauftragen :)"
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