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Verkäufer will Kaufvertrag nicht erfüllen!


| 04.08.2006 19:53 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte,

ich habe bei ebay unter der Artikelnr. 180012560653 u.a. Hemden gekauft. Nach dem Kauf teilte mir der Verkäufer mit, dass er nicht 100%ig sagen kann, ob die Ware original ist. Deswegen bot ich ihm an, zunächst nur einen Artikel zu bezahlen, den er dann liefert, ich prüfe dann die Echtheit und bezahle dann ggf. die restlichen Artikel. Damit war der Verkäufer nicht einverstanden, teilte mir nicht seine Bankverbindung mit. Als ich ihn heute letztmalig um Angabe der Bankverbindung bat, fragte er mich, ob er ein Verhältnis mit meiner Mutter gehabt habe oder ob es einen anderen Grund gäbe, warum ich mich so verhalte. Er bat mich wenig später, meinen "alten Vater nicht so zu behandeln" und nannte mich H..........

(Meine Mutter hatte nach ihren Angaben kein Verhältnis mit ihm).

Darf ich jetzt schon vom Kauf zurücktreten und ggf. Schadensersatz geltend machen?

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage beantworte ich summarisch wie folgt:

Nach den geschilderten Beleidigungen ist es Ihnen nicht zuzumuten, an dem Kaufvertrag festzuhalten. Sie können aufgrund der Beleidigungen und der endgültigen Erfüllungsverweigerung des Verkäufers vom Kaufvertrag zurücktreten.

Schadensersatz könnten Sie nur dann verlangen, wenn Sie einen konkreten Schaden nachweisen können. Dies kann ich Ihrer Schilderung bislang nicht entnehmen.

Schmerzensgeld wegen der Beleidigungen gegenüber Ihnen (und ggf. gegenüber Ihrer Mutter) kann nur verlangt werden, wenn es sich erhebliche Beleidigungen handelt. Daran dürfte es fehlen, da die Beleidigungen vermutlich nur im privaten E-Mail-Verkehr erfolgt sind. Eine Schmerzensgeldforderung wird voraussichtlich kaum Erfolg haben.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Einschätzung geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 04.08.2006 | 22:59

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt, vielen Dank für Ihre Hilfe.

Meine Schadensersatz-Idee ging in eine ganz andere Richtung:

Ich habe das Hemd und einige andere zu dem sensationellen Preis von 10 EUR ersteigert. Im Laden kosten diese Hemden 70 EUR und mehr. Da der Verkäufer sich aber weigert, den Kaufvertrag zu erfüllen, werde ich die Hemden im Laden kaufen müssen und ein Vielfaches dafür aufwenden müssen. Schuld daran ist der Verkäufer. Ist ein dahingehender Schadensersatzanspruch denkbar, dass ich ihm die Differenz zum üblichen Verkaufspreis in berechnen kann?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.08.2006 | 23:12

Sehr geehrter Fragesteller,

Schadensersatz wegen möglicher Ersatzanschaffungen können Sie dann verlangen, wenn Sie die konkrete Ersatzbeschaffung belegen können. Dabei müßte es sich aber um ein weitgehend identisches Hemd gleicher Marke und Types handeln; ein beliebiges Hemd reicht nicht.

Eine Ersatzbeschaffung auf Kosten des Verkäufers sollten Sie diesem vorab schriftlich ankündigen. Nach dem geschilderten Verhalten des Verkäufers habe ich allerdings wenig Hoffnung, dass Sie ihre Ersatzansprüche werden erfolgreich und ohne einen Rechtsstreit durchsetzen können.

Sie sollten abwägen, ob Sie in die Sache noch weiter investieren wollen.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

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