Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verkäufer möchte nicht alles verkaufen!?!?


24.07.2005 13:03 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Hallo,
ich habe gestern in dieser Ebay-Auktion (http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=4564254284&rd=1&sspagename=STRK%3AMEWN%3AIT&rd=1)einen BMW ersteigert. Zum angegebenen Tuning wurden unter anderem auch die Felgen beschrieben welche gerade montiert sind. Nun möchte der Verkäufer eine beträchtliche Summe mehr haben für die Felgen, da er ganz klein geschrieben hat (Das Auto wird ohne Felgen verkauft!!!). Da sie allerdings zweimal erwähnt wurden bin ich der Meinung sie gehören dazu. Bitte um Antwort wie man hier verfahren kann, bzw. wie hier die Rechtssprechung aussehen würde.
Danke Daniel

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Leider kann ich Ihnen nur geringe Hoffnung darauf machen, dass Sie vor Gericht mit Ihrem Standpunkt Recht bekämen und der Verkäufer Ihnen das Auto ohne Aufpreis mit den Felgen abgeben müsste. Der Hinweis, dass das Auto ohne Felgen verkauft werde, stand, zwar in etwas kleinerer Schrift, aber immer noch groß genug, im Angebotstext. Von Interessenten kann erwartet werden, dass sie den gesamten Text durchlesen und den Inhalt zur Kenntnis nehmen.

Denkbar ist allerdings, dass Sie den Vertragsschluss insgesamt wieder rückgängig machen könnten, und zwar mithilfe einer Anfechtung aufgrund eines Irrtums über den Inhalt der Erklärung (§ 119 Abs. 1 BGB), die Sie mit Ihrem Gebot abgegeben haben: Diese Erklärung war aufgrund des Angebotstextes so zu verstehen, dass Sie auf das Auto ohne die Felgen bieten wollten. Tatsächlich wollten Sie aber auf das Auto mit den Felgen bieten, Sie haben sich also über die Tragweite Ihrer Erklärung geirrt. Dies dürfte Sie zur Anfechtung und damit zur Rückgängigmachung des Vertrags berechtigen. Wenn Sie also das Auto nun gar nicht mehr haben wollen, dann sollten Sie die Anfechtung unverzüglich erklären. Sie müssen allerdings bedenken, dass Sie dann dem Verkäufer nach § 122 BGB gegebenenfalls schadenersatzpflichtig würden. Wenn Sie diese Alternative wählen wollen, dann sollten Sie sich am besten gleich morgen eingehend von einem Anwalt vor Ort beraten lassen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER