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Verkäufer gibt sich als Erstbesitzer aus

| 09.08.2015 14:24 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


19:34

Zusammenfassung: Arglistige Täuschung PKW Vorbesitzer

Sehr geehrte Anwälte, im Dezember 2014kaufte ich von einem privaten Verkaufer einen Reimport aus den USA.Der Verkäufer sicherte mir zu,der Erstbesitzer zu sein.Die Erstzulassung in Deuschland war der1.7.2013 und der Wagen hat noch Garantie bis zum 1.7.2015.Da es ein Reimort sei gab es nur 2Jahre Garantie und keine Verlängerung.Der Audi A4 wurde in Litauen zur Eu-Norm umgerüstet.Der Verkäufer sicherte mir zu,da brauchen Sie nicht suchen,da werden Sie nichts finden.Mit dem Wagen ist noch nie etwas gewesen.Als Zeugen bei der Besichtigung waren mein Sohn und seine Freundin anwesend.Nach einem Softwarecheck im Autohaus sah der Mitarbeiter auf seinem Computer den Eintrag,Totalschaden,Garantie erloschen.Dieser Totalschaden erfolgte nach einer Anfrage bei Carfax schon in den USA.Der Wagen wurde dann versteigert und im Anschluss in Litauen repariert und lackiert.Der Verkäufer hat den Wagen von einer Importfirma gekauft,die Ihn angeblich nicht über den Unfallschaden informiert hatDie Staatsanwaltschaft konnte Ihm die Kenntnis vom Unfallschaden nicht nachweisen.Im ADAC Kaufvertrag hat der Verkäufer angegeben:dass das Kfz.-soweit Ihm bekannt -1(Anzahl)Vorbesitzer(Fahrzeughalter einschließlich Verkäufer)hatte.Die Zulassungsstelle sagte mir der 1.Besitzer ist unbekannt,da kein US Title sondern nur ein Litauischer Fahrzeugbrief vorhanden sei.Nach dem Kauf ließ der Verkaufer noch einen Schlüssel nachmachen und ein deutsches Serviceheft ausstellen.Kann ich nun auf arlistige Täuschung etwas unternehmen,da mir der Verkäufer den oder die Vorbesitzer verschwiegen hat.Er gab sich als Erstbesitzer aus und das der Audi keinen Unfallschaden hatte-soweit ihm bekannt.
09.08.2015 | 15:37

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst bedanke ich mich für Ihre Frage.

Beim Kauf eines Gebrauchtwagens ist die Anzahl der Vorbesitzer von wesentlcher Bedeutung, für die Kaufentscheidung ist relevant, wie viele Vorbesitzer der PKW hat. Die unrichtige Angabe der Anzahl der Vorbesitzer stellt einen Mangel des Fahrzeuges dar (OLG Naumburg, Urteil vom 14.08.2012 -1U 35/12).

Indem der Verkäufer Ihnen zusicherte, dass er der Erstbesitzer des Fahrzeuges sei, was tatsächlich nicht stimmte, täuschte er Sie über die tatsächliche Beschaffenheit des Fahrzeuges,nämlich, dass es zumindest noch einen Vorbesitzer gab. Über diese Tatsache hätte Sie der Verkäufer zwingend unterrichten müssen, womit eine arglistige Täuschung vorliegt, die Sie berechtigt, den Kaufvertrag gem.§ 123 BGB anzufechten mit der Folge der Rückabwicklung des Kaufvertrages.

Sie sollten in der Sache einen Anwalt hinzuziehen, um der Angelegenheit den entsprechenden Nachdruck zu verleihen. Insofern würde ich Ihnen gerne weiter behilflich sein.

Mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 09.08.2015 | 18:02

Sehr geehrter Herr Anwalt
Das Urteil vom OLG Naumburg bezieht sich auf einen gewerblichen Verkäufer.Ist es bei dem Sachverhalt,verschweigen von Vorbesitzern,egal ob es sich um einen gewerblichen oder um einen privaten Verkäufer handelt?

MfG.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.08.2015 | 19:34

Sehr geehrter Fragesteller,

auch der private Verkäufer kann sich nicht als Erstbesitzer ausgeben, wenn er keiner ist. Mithin liegt eine offenbarungspflichtige Tatsache vor, die bewusst verschwiegen wurde. Demnach spielt es keine Rolle, ob das Fahrzeug privat oder gewerblich verkauft wurde, Arglist bleibt Arglist.

Mit freundlichen Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 09.08.2015 | 21:47

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"Herr Dratwa hat meine Vermutung voll und ganz bestätigt.Ich war mir als Laie nur nicht sicher genug.Da es bei einem Prozess um sehr viel Geld geht.Ich hoffe,daß es die Richter genau so sehen."
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 09.08.2015
5/5,0

Herr Dratwa hat meine Vermutung voll und ganz bestätigt.Ich war mir als Laie nur nicht sicher genug.Da es bei einem Prozess um sehr viel Geld geht.Ich hoffe,daß es die Richter genau so sehen.


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