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Verjährungsfrist und Mahnbescheid


| 27.12.2010 15:02 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen



Bei einem mir gut bekannten Handwerker hatte ich eine Rechnung nicht gezahlt, weil wir uns über die erbrachte Leistung überhaupt nicht einig waren....

Kurzum habe ich gesagt: ich zahle dir die letzte Rechnung: rund 1.100 Euro v. 25.12.06 nicht mehr.

Lange nichts gehört, dann am 07.12.08 ein Mahnbescheid v. Amtsgericht für die besagte Rechnung.

Einige Tage später (12.12.08) habe ich mich mit ihm mündlich geeinigt und ihm 500 euro gezahlt, ohne Beleg, womit er nach unserer Aussprache auch einverstanden war. Er sagte, ich bräuchte auf den MB nicht reagieren und er würde diesen nicht weiterverfolgen. Für mich war die Sache erledigt, weil man sich auf sein Wort immer verlassen konnte. Ich habe daher dem MB nicht widersprochen!

Ich habe nie wieder etwas vom Amtsgericht oder vom Handwerker gehört.
Nun lief er mir heute 27.12.10 in der Stadt über den Weg und machte so eine Bemerkung nach dem Motto, das ich ihm ja noch Geld schulden würde. Er wolle mal schauen, ob er es noch eintreibe.

Meine Frage: ist das rechtlich noch möglich? Ist der MB nicht verfallen?Ist die Rechnung nicht auch verjährt?
Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Fragen aufgrund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:

Die Rechnung vom 25.1206 wäre in der Regelverjährung nach 3 Jahren zum Jahresende gem. §§ 195, 199 I BGB verjährt, also seit dem 01.01.2010. Hinzu käme eine Frist von einigen Wochen für die Dauer des Mahnverfahrens, in dem der Anspruch gehemmt war. Seit Ende Februar 2010 wäre jedoch auch insoweit die Verjährung eingetreten.

Aber:
Die Verjährungsfrist beginnt erneut, wenn Sie den Anspruch des Handwerkers anerkannt haben, z.B. durch Abschlagzahlung § 212I BGB.

Hier könnte der Handwerker argumentieren, dass die Zahlung von 500 Euro eine solche Abschlagzahlung war. Den Gegenbeweis, dass damit alles erledigt gewesen sein sollte, können Sie ohne Zeugen und ohne Schriftstück nur schwer erbringen, wenn der Handwerker die Zahlung dahingehend verstanden haben sollte.

Allerdings müsste der Handwerker umgekehrt beweisen können, von Ihnen die Zahlung erhalten zu haben.

Einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage hoffe ich gegeben und Ihnen damit weitergeholfen zu haben.

Sofern Sie weitere Hilfestellung benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 28.12.2010 | 16:13


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