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Verjährungsfrist für Überschreibung eines Doppelhauses zu Lebzeiten.

| 02.01.2014 16:11 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Hallo,möchten uns erkundigen,meine Mutter hat nach dem Tod meines Vaters das Haus auf meine jüngere Schwester überschreiben lassen.2011 ich wurde nicht gefragt,aber was ist mit meinem Plichtteil,und der Verjährungsfrist,steht mir dann noch was zu? Ein Schriftstück von Notar sieht vor das mir ein Sparbuch mit einer Summe ,gegebenfalls nach dem Tod meiner Mutter, von meiner Schwester ausgehändigt wird.was soll ich machen.?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ihrer Fragestellung fehlen leider eine Reihe von wichtigen Sachverhaltsangaben, um eine genaue rechtliche Einschätzung abgeben zu können. Ich werde Ihnen jedoch einen Anhalt geben. Sie können sodann gern die kostenlose Nachfragefunktion nutzen.

Sofern das Hausgrundstück nicht Ihrem Vater, sondern Ihrer Mutter gehört, kann diese zu Lebzeiten mit diesem nach Belieben verfahren (somit auch an Ihre Schwester übertragen), ohne dass Ihnen irgendwelche Ansprüche zustehen. Erst mit dem Tod der Mutter könnten dann erbrechtliche Ansprüche oder Pflichtteilsrechte entstehen, die Sie dann der Schwester bzw. den sonstigen Erben gegenüber geltend machen können.

Sofern das Hausgrundstück Ihrem Vater allein oder anteilig mit Ihrer Mutter gehört hat, kommt es darauf an, wer Erbe war. Sollte kein Testament oder eine andere Verfügung von Todes wegen existieren, wären auch Sie, zusammen mit Ihrer Mutter und Ihrer Schwester (sowie sonstigen Geschwistern) gesetzliche Erben Ihres Vaters. In dem Falle hätte Ihre Mutter über den Grundstückanteil des Vaters gar nicht allein verfügen können bzw. dürfen.

Sollte allerdings die Mutter als Erbin Ihres Vaters testamentarisch eingesetzt worden sein, wären Sie durch ein solches Testament von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen und Ihnen würde nach §§ 2303 ff. BGB der Pflichtteil in Höhe des hälftigen gesetzlichen Erbteils zustehen. Dieser wäre zunächst dem Erben, somit Ihrer Mutter gegenüber geltend zu machen. Für den Pflichtteilsanspruch gilt gemäß § 195 BGB die Regelverjährungsfrist von drei Jahren. Die Frist beginnt im Zweifel mit Schluss des Jahres zu laufen, in dem der Pflichtteilsberechtigte von dem Erbfall Kenntnis erlangt hat. Da Ihr Vater 2011 verstorben ist, wären demnach noch mindestens bis Ende 2014 Pflichtteilsansprüche durchsetzbar.

Wie aber bereits eingangs erwähnt, kommt es auf den konkreten Sachverhalt und die gegebenenfalls von Ihren Eltern getroffenen Verfügungen an. Falls Nachfragen bestehen, stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Gunnar Wessel, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 02.01.2014 | 18:23

Meine Mutter ist die alleinige Erbin des Hauses,mein Vater hatte nur Wohnrecht auf Lebenszeit.ich habe Also nur noch dieses Jahr,um Anspruch auf mein Erbteil zu bekommen.das Heist,ich muß ein Anwalt Beauftragen mein Erbe bei meiner Mutter einzuklagen.Stimmt das?Muß ich mit dem Geld was angeblich von meiner Schwester auf ein Sparrbuch eingezahlt worden.Als Erbteil leben?Meine Schwester erbt es jetzt,ich erst,wenn meine Mutter gestorben ist.Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.01.2014 | 14:04

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich aufgrund vorübergehender Abwesenheit leider erst jetzt beantworten kann. Ich verstehe daher auch nicht, warum Sie bereits vorab (eine halbe Stunde nach Ihrer Nachfrage) die Bewertung vorgenommen haben.

Ihre Ausführungen verstehe ich so, dass Ihr Vater nicht Eigentümer des Hausgrundstücks war, sondern lediglich ein dingliches Wohnrecht daran hatte. Ihre Mutter hat das Haus demnach nicht von Ihrem Vater geerbt, sondern war bereits vorher Eigentümerin. Das heißt, dass das Hausgrundstück auch nicht zum Nachlass Ihres verstorbenen Vaters zählt. Das Wohnrecht gehört ebenfalls nicht zum Nachlass, da dieses als beschränkte persönliche Dienstbarkeit nach §§ 1090 ff. BGB nicht übertragbar ist und mit dem Tode Ihres Vaters erloschen ist.

Dies bedeutet, dass Ihre Mutter mit dem Haus als Eigentümerin zu ihren Lebzeiten machen kann, was sie will. Ob Sie nach Ihrem Vater noch erbrechtliche oder Pflichtteilsansprüche haben, hängt also davon ab, was Ihr Vater ansonsten als Erbmasse hinterlassen hat. Das Hausgrundstück gehört aber ganz offensichtlich nicht dazu.

In jedem Falle rate ich zu einer eingehenderen anwaltlichen Prüfung. Gern stehe ich Ihnen hierfür auch zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Gunnar Wessel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 02.01.2014 | 19:07

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 02.01.2014 4,4/5,0
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