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| 03.02.2014 17:17 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Meine Schwester verstarb in kinderloser Ehe 2002. Ihr Ehemann verstarb 2013, seine Stiefschwester hat ihn wohl beerbt.

Anfang 2014 ist meine Mutter verstorben. In ihrem Nachlaß fand ich ein Schreiben des Amtsgerichtes aus dem Jahre 2002, in dem ihr mitgeteilt wurde, daß die Eheleute ein Testament hinterlegt hatten, in dem sie sich gegenseitig zu Alleinerben einsetzten, mit dem Zusatz: "Der überlebende Ehegatte soll aber nach Möglichkeit das ererbte Vermögen in die Familie des Erstversterbenden von uns weitergeben."

Daraus geht für mich hervor, daß meine Mutter Anspruch auf das Erbe ihrer Tochter gehabt hätte, davon aber (wohl aufgrund ihrer Krankheit) keinen Gebrauch gemacht hat.

Meine Frage: habe ich als Erbin meiner Mutter einen Anspruch auf Herausgabe des Erbes? Fällt das unter die Ausnahme der Neuregelung vom 01.01.2010?

(Im Netz gefunden: "Ausnahmen von der Dreijahresregelung:
Immer noch in dreißig Jahren verjähren
Anspruch des wirklichen Erben gegen den Erbschaftsbesitzer (= falscher Erbe)
Anspruch des wirklichen Erben gegen den Erbschaftsbesitzer auf Auskunft über die Erbschaft, damit der wirkliche Erbe den Erbschaftsanspruch durchsetzen kann)

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Sie hätten als Erbin einen Anspruch auf Herausgabe des Erlangten gegenüber dem Erbschaftsbesitzer gemäß § 2018 BGB , welcher gemäß § 197 Abs. 1 Nr. 2 BGB der 30jährigen Verjährung unterliegen würde.

Allerdings kann im Rahmen dieser Plattform nicht ermittelt werden, ob Sie tatsächlich Erbin geworden sind. Die Testamentsklausel „nach Möglichkeit" eröffnet z.B. ein weites Feld für die Gegenseite einzuwenden, dass eine solche eben nicht bestanden hat. Außerdem könnte Ihre Mutter etwa auf das Erbe verzichtet oder dieses ausgeschlagen haben. Ich rate Ihnen daher, einen auf das Erbrecht spezialisierten Rechtsanwalt vor Ort mit der weiteren Prüfung und ggf. Vertretung zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 03.02.2014 | 19:02

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Ich weiß definitiv, daß meine Mutter nicht auf das Erbe verzichtet hat, sondern es nur eben nicht eingefordert hat.
Nur nocheinmal zur Vergewissserung: Ich verstehe Sie jetzt so, daß, WENN also die erwähnte Möglichkeit bestanden HÄTTE (und das steht eigentlich außer Zweifel), ich jetzt einen Anspruch auf Herausgabe habe, ist das richtig?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 04.02.2014 | 09:17

Sehr geehrte Ratsuchende,

in Ihrem Fall gilt es zu untersuchen, weshalb Ihre Mutter hier ihren Anspruch nicht geltend gemacht hat und wie das Testament der verstorbenen Eheleute ausgestaltet ist. Im Rahmen dieser Plattform ist es nicht möglich, eine abschließende Beurteilung dahingehend abzugeben, ob Sie den Herausgabeanspruch geltend machen können. Hierfür ist die Kenntnis aller Detaisl und Unterlagen zum Fall unbedingt erforderlich.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 04.02.2014 | 10:42

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