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Verjährung von Krankenkassenbeiträgen


23.01.2018 12:18 |
Preis: 55,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Bei der jährlichen Beitragsmitteilung meiner Krankenkasse habe ich immer nur auf die letzte Zeile ,nämlich den zu zahlenden
Monatsbeitrag geschaut.
Diesmal habe ich den Bescheid genauer betrachtet und festgestellt, daß für die Berechnung noch meine Firmenpension von 2002
zugrunde gelegt worden ist.
Ich bin davon ausgegangen, daß der Pensionszahler automatisch die Krankenkasse über vorgenommene Pensionserhöhungen
informiert-sowie das auch Rentenversicherung Bund macht. Von einem weiteren Pensiongeber ist diese Information an die Krankenkasse offensichlich gemacht worden; jedenfalls die zugrunde gelegte Pension ist akutell.
Wann verjähren die Beitragsrückstände? Was ist zu tun? Krankenkasse wechseln? Mit der derzeitigen Kasse verhandeln?

Sehr geehrter Ratsuchender,


Beitragsrückstände verjähren gemäß § 25 SGB IV innerhalb von vier Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in welchem sie fällig geworden sind.


Die Verjährung kann aber auch dreißig Jahre betragen, wenn Beiträge vorsätzlich nicht gezahlt wurden. Letzeres ist in Ihrer Situation nicht der Fall, weil Sie bis jetzt nicht gewußt haben, dass bei der Betragsbemessung von einer fehlerhaften Grundlage ausgegangen wurde.


Demnach dürfte der überwiegende Teil möglicher Rückstände verjährt sein.


Sie sollten nicht noch weitere Rückstände entstehen lassen, zumal jetzt auch ab Kenntnis Vorsatz anzunehmen ist, weil Sie ab jetzt wissen, dass Ihre Beitragsbemessung unzutreffend ist.

Wenden Sie sich an die Krankenkasse und teilen zunächst Ihre aktuelle Pensionshöhe mit. Es obliegt dann der Krankenkasse, entweder den aktuellen Beitrag "nur"anzupassen. Es wird aber eher davon auszugehen sein, dass die Krankenkasse prüft, ob Rückstände bestehen.

In diesem Fall werden Sie sich für zurückliegende Zeiten auf die Verjährung berufen können. Die Rückstände der letzten Jahre, für die Verjährung noch nicht eingetreten ist, werden ausgeglichen werden müssen.


In diesem Fall suchen Sie das Gespräch mit der Krankenkasse um die Modalitäten der Zahlung zu klären. Sollte es Ihnen nicht möglich sein, den Betrag in einer Summe zu entrichten, können Sie um eine Ratenzahlung nachsuchen.


Sie haben natürlich auch die Möglichkeit die Krankenkasse zu wechseln.


Es ist aber auch dann nicht ausgeschlossen, dass Ihre jetzige Krankenkasse die Höhe der Beiträge noch einmal prüft.


Sie sollten jedoch ab jetzt darauf achten, dass die zutreffenden Beiträge gezahlt werden; entweder bei einer neuen Krankenkasse oder bei Ihrer jetzigen Krankenkasse, wenn Sie keinen Wechsel vornehmen wollen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


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