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Verjährung von Handwerker-Rechnungen.


18.01.2007 10:29 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Hallo, ich habe eine Frage betreffend Verjährung von Handwerker-Rechnungen hier Elektoinstallation
Sachverhalt:
2002:
Arbeiten ausgeführt im Dezember 2002
Rechnung vom 20.12.2002 über Euro 4200,-- erhalten im Dez 2002
2003:
Anzahlung geleistet am 15.01.2003 nur über Euro 3500,--, da Ausführung teilweise fehlerhaft (Kabelkanäle schief montiert) und Rechnung fehlerhaft (nur fünf Lampen eingebaut, aber sechs berechnet)
Mahnung des Handwerkers erhalten im Dezember 2003
Reklamation der Ausführung und der Rechnung im Dezember 2003
2004:
teilweise Nachbesserung der Kabelkanäle im März 2004
2006:
neuerliche Mahnung des Handwerkers im Dezember 2006 mit dem Hinweis, dass keine Garantie mehr bestehe und nun endlich die Rechnung von 2002 bezahlt werden soll.

Frage:
Sind die Ansprüche des Handwerkers verjährt?
Wenn nein, muss auch die nicht installierte Lampe bezahlt werden?

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Sehr geehrter Ratsuchender,


hier wird in der Tat die Verjährung eingetreten sein.

Sofern vertraglich nichts anderes vereinbart worden ist, gilt die dreijähre Verjährungsfrist nach § 195 BGB.

Selbst wenn man in der Teilzahlung einen Neubeginn sehen würde (§ 212 BGB, was aber ggfs. von weiteren Umständen abhängen kann), wäre die Forderung nun verjährt.

Die Verjährung ist aber eine Einrede, auf die Sie sich ausdrücklich berufen müssen.


Unabhängig von der Verjährung brauchen Sie selbstverständlich nicht für Leistungen, die nicht erbracht worden sind, zahlen; auch stände Ihnen ein Zurückbehaltungsrecht wegen der von bestehenden Mängel zu.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
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