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Verjährung von Ansprüchen aus Testament


13.02.2007 16:31 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe



1969 starb meine Großmutter, damals war ich 10 Jahre alt. Meine Großmutter hinterließ ein Testament, das ich aber nie gesehen habe. Doch ich weiß es 100% dass es ein Testament gibt.
Ich vermute, dass ich die Alleinerbin bin. Auf mein Nachfragen beim Notar sagte man mir, dass es bei der Testamentseröffnung kein Testament gegeben hat.

1. Frage - wenn ein Testament vorhanden ist - muss es rechtlich zwingend beim Notar vorgelegt werden, ist es ansonsten strafbar?

2. Frage - die Verjährung beginnt nach 30 Jahren, wann beginnen diese 30 Jahre? 1969 als meine Großmutter starb, oder wenn ich die Erbin bin, 1977 (da wurde ich 18 Jahre)? Denn dann würden die 30 Jahre in diesem Jahr ablaufen.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Fragen beantworte ich auf der Grundlage Ihrer Angaben wie folgt:

1. Ja. Wenn jemand ein Testament in Besitz hat, muss er es beim zuständigen Nachlassgericht (in Baden-Württemberg beim Notar, in anderen Bundesländern beim Amtsgericht) abgeben, § 2259 BGB. Er macht sich ansonsten evl. schadensersatzpflichtig und außerdem möglicherweise strafbar wegen Urkundenunterdrückung (§ 274 StGB).

2. Es ist Folgendes zu unterscheiden:

Falls Sie das Testament noch finden sollten, können Sie jederzeit einen Erbschein beantragen, denn in diesem Fall wären Sie rückwirkend auf den Todesfall Erbin und damit Rechtsnachfolgerin Ihrer Großmutter geworden. Diese Möglichkeit, eine Rechtsposition zu erlangen, verjährt nicht.

Nach 30 Jahren verjähren allerdings die erbrechtlichen Ansprüche aus dem Erbrecht, also z.B. Auskunftsansprüche, Herausgabeansprüche, Schadensersatzansprüche etc.

Irgendjemand dürfte damals die Erbschaft angetreten haben, vermutlich der gesetzliche Erbe, der dann den Nachlass in Besitz genommen hat. Wenn sich nun herausstellt, dass der damalige Erbschein falsch war, weil ein damals unbekanntes Testament existiert, dann hätten Sie (wenn Ihr Erbrecht fest stehen würde) Ansprüche gegen den Erbschaftsbesitzer. Diese Ansprüche verjähren in 30 Jahren ab dem Erbfall, sind also bereits verjährt.

Das Erreichen des 18. Lebensjahres hat keine Bedeutung.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesen Angaben eine erste Orientierung geben konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin
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