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Verjährung von Anspruch an Versicherung des Unfallgegners

18.04.2018 12:01 |
Preis: 45,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Nach einem Verkehrsunfall beträgt die Regelverjährung 3 Jahre zum Schluss des Kalenderjahres,ab Kenntnis der anspruchsbegründenden Umstände.Ab Meldung des Schadens bis zur Regulierungsentscheidung ist die Verjährung gehemmt.Dies gilt auch bei Abrechnung auf Gutachtenbasis.

Guten Tag,

vor mittlerweile fast einem Jahr wurde der hintere Stossfänger meines an einer roten Ampel stehenden Autos bei einem Auffahrunfall leicht beschädigt. Da es sich nur um einen oberflächlichen Schaden handelt, habe ich die Instandsetzung des Fahrzeuges nicht sofort veranlasst.

Der Auffahrende hat den Fall bei seiner Versicherung unverzüglich gemeldet (die Schadensnummer liegt mir vor).

Meine konkreten Fragen sind:
- Bis wann sind Schadensersatz-Ansprüche gegenüber der Versicherung des Verursachers geltendzumachen?
- Wann hört die Verjährung auf zu laufen? Genügt es hierzu, dass ein Kostenvoranschlag einer Werkstatt mit Schadensnummer per e-Mail bei der Versicherung eingeht?
- Macht es hierbei einen Unterschied, ob ich die Reparatur durchführen lasse oder mir das Geld "auszahlen" lasse (und den Schaden nicht reparieren lasse, da das Fahrzeug schon älter ist)? In jedem Fall würde ich für die Versicherung einen Kostenvoranschlag durch eine Niederlassung des Autoherstellers erstellen lassen.

Bereits jetzt Vielen Dank.

Mit freundlichen Gruessen
18.04.2018 | 13:20

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich gilt eine Regelverjährung von 3 Jahren ab Kenntnis des Anspruchs zum Schluss des Jahres, beginnend zum Ende des Jahres. Auch für Ansprüche aus dem PflichtVG gilt dies. Dies wäre bei Ihnen grds. Ende 2020 der Fall. Eine längere Frist gilt nur für Personenschäden.

Solange zwischen dem Ihnen und dem Ersatzverpflichteten Verhandlungen über den zu leistenden Schadensersatz schweben, ist die Verjährung gehemmt, bis einer der beiden Parteien die Fortsetzung der Verhandlungen verweigert, was klar und deutlich zum Ausdruck gebracht werden muss.

Ist der Anspruch von Ihnen, wie vorliegend, bei dem Versicherer gemeldet worden, so ist die Verjährung bis zum Eingang der schriftlichen Entscheidung des Versicherers gehemmt. Die Hemmung oder Unterbrechung der Verjährung des Anspruchs gegen den Versicherer bewirkt auch die Hemmung oder Unterbrechung der Verjährung des Anspruchs gegen den ersatzpflichtigen Versicherungsnehmer.

Die Abrechnungsart, konkret oder auf Gutachtenbasis netto, spielt dabei keine Rolle. Beachten Sie, dass ggf. Ein Gutachten, je nach Wollen des Versicherers, erforderlich ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann


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