Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verjährung v. Mietschulden nach schriftlicher Vereinbarung

14.08.2008 17:26 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe im Januar 2000 eine Vereinbarung unterschrieben, in der ich eine Mietschuld für das Jahr 1999 in Höhe von 3.600 DM gegenüber meinen Vermietern, meinen damaligen Schwiegereltern, anerkannte und sie mir eine unbefristete Stundung des Darlehens gewährten, bis ich mich in einer besseren finanziellen Situation befinden würde.Dann müßte ich die Schuld zurückzahlen.

Ich möchte auf die Details der Mietschuld, die nicht gerechtfertigt ist, und der von mir unterschriebenen Vereinbarung, die unter höchster Bedrängnis durch meinen damaligen Schwiegervater, zustande kam, nicht weiter eingehen.

Im Dezember 2005 schrieben mir meine ehemaligen Schwiegereltern einen Brief (Einschreiben mit Rückschein), den ich nie erhielt und erst jetzt in Kopie vorliegen haben, in dem sie das Darlehen kündigten und den Betrag einforderten. Weder mündlich noch schriftlich erfolgte eine mir bekannte Aufforderung zur Zahlung der Mietschuld auf Grundlage der Vereinbarung bis ich im August 2008 über eine Klage gegen mich beim Amtsgericht informiert wurde, in dem die sofortige Zahlung der Mietschuld gefordert wird. In diesen Papieren ist auch vermerkt, daß ich das Einschreiben 2005 nie erhalten habe.

Ich nahm die „Vereinbarung“ damals nicht ernst, da sie meiner Meinung nach jeder Grundlage entbehrte und tätigte daher niemals Rückzahlungen.

Sollte es zu einer Gerichtsverhandlung kommen, werde ich alle Gründe hierfür anführen sowie die Tatsache, daß ich in zu der Unterschrift der „Vereinbarung“ durch meinen Schwiegervater (der im übrigen Strafrichter war) gedrängt wurde.
Trotzdem möchte ich aus Rücksicht auf meinen damaligen Lebensgefährten mit dem ich immer noch gut befreundet bin, einer Gerichtsverhandlung aus dem Weg gehen, da ich ihn als Zeugen nennen müßte.

Meine Frage ist nun, ob diese „Vereinbarung“, die das einzige Papier ist, auf das sich die Kläger berufen, nicht schon längst verjährt ist?
Ist der Begriff der „unbefristeten Stundung“ aus dieser Vereinbarung eine Aufhebung der normalen Verjährungsfrist?
Reicht es, wenn ich in den Einspruch gegen die Klage das Argument der Verjährung hineinschreibe oder sollte ich alle meine Argumente – auch gegen die Mietschuld etc. - gleich ausführen?

Vielen Dank

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

Vorliegend ist die regelmäßige Verjährungsfrist von drei Jahren einschlägig. Die Verjährungsfrist beginnt am Ende des Jahres, in welchem der Rückzahlungsanspruch entstanden ist.
Dies ist bei unbefristeten Darlehen der Zeitpunkt, zu welchem die Rückzahlung verlangt wird. Da Sie keinen Rückzahlungszeitpunkt vereinbart haben, wäre tritt die Verjährung - sofern von einer Kündigung im Jahr 2005 ausgegangen wird- erst mit Ablauf des 31.12.2008 ein. Liegt keine wirksame Kündigung vor, hat die Verjährungsfrist noch nicht zu laufen begonnen.

Inwieweit die Forderung berechtigt ist, kann hier nicht abschließend beurteilt werden. Sie sprechen allerdings "nur" von dieser Vereinbarung. Durch diese Vereinbarung könnte es für Sie aber grundsätzlich schwierig werden, das Nichtbestehen zu beweisen.

Sofern Sie sich nicht gegen die Klage/ Mahnbescheid veerteidigen, laufen Sie die Gefahr, einen vollstreckbaren Titel nur aufgrund der Fristversäumnis zu kassieren. Wurde Ihnen eine Frist zur KLageerwiderung gesetzt, müssen Sie hier alle Verteidigungsmittel vorbringen. Eine Widerspruch gegen einen Mahnbescheid ist ohne Begründung möglich.

Ich empfehle Ihnen, einen Rechtsanwalt mit der Prüfung der Klage gegen Sie zu beauftragen.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

Florian Günthner
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 67941 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Danke, Herr RA Schröter, für die verständliche Erklärung meines Sachverhaltes. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle Antwort, auch auf die Rückfrage. Problem wurde geklärt, jetzt fühlt man sich schon gleich besser gewappnet gegen ggf. unberechtigt eintreffende Forderungen :) ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Bin top zufrieden. Auch bei einer dritten Nachfrage per E-Mail wurde meine Frage abschließend beantwortet. Gerne jederzeit wieder. ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen