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Verjährung in einem Erbfall

16.10.2015 12:04 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Hallo
Mein Schwager ist am 01.01.2000 verstorben. Er war verheiratet und hat keine Kinder..
Jetzt habe ich heute durch Zufall erfahren das unsere beiden Söhne einen Erbanspruch von gesetzlich einem viertel gehabt hätten..
Meine Frage wäre : Stimmt das und ist der Anspruch inzwischen verjährt.
mfg

16.10.2015 | 16:06

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt.

Leider ist Ihr Sachverhalt nicht ganz klar zu bewerten.

1. Ein gesetzliches Erbrecht Ihrer Kinder bei Versterben Ihres Schwagers sehe ich nicht.
Auch ein Pflichtteilsanspruch besteht nicht. Gesetzlich wären Ihre Kinder vom Erbe Erbschaft ausgeschlossen, da Sie vor Ihnen erben würden. Von einem Testament schreiben sie nichts.

2.
a) Unterstellt die Kinder sind testamentarische Erben, so verjährt ihre Erbenstellung ebenso wie der Anspruch auf Erbauseinandersetzung nicht.
Der Anspruch auf Herausgabe der Erbschaft verjährt jedoch in 30 Jahren ab Versterben (§ 197 BGB: Dreißigjährige Verjährungsfrist ).

b) Würde ein Pflichtteilsanspruch bestehen, verjährt dieser in drei Jahren mit Ende des Jahres in dem der Anspruch entstanden ist und Kenntnis vom Erbfall besteht (§ 195 BGB: Regelmäßige Verjährungsfrist , § 199 BGB: Beginn der regelmäßigen Verjährungsfrist und Verjährungshöchstfristen ). Ohne Rücksicht auf die Kenntnis verjährt der Anspruch in 30 Jahren ab Versterben (§ 199 BGB: Beginn der regelmäßigen Verjährungsfrist und Verjährungshöchstfristen ).

Das ergibt sich im Übrigen auch aus <a href="http://dejure.org/gesetze/0BGB010102/195.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 195 BGB a.F.">§ 195 BGB</a> a.F. und <a href="http://dejure.org/gesetze/0BGB010102/2332.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 2332 BGB a.F.">§ 2332 BGB</a> a.F., <a href="http://dejure.org/gesetze/EGBGB/229.html" target="_blank" class="djo_link" title="Art. 229 EGBGB: Weitere Überleitungsvorschriften">Art. 229</a> § 23 Abs. 1 S. 1 und s. 2 EGBGB).

Im Fall 2a) ist der Anspruch nicht verjährt.
Im Fall 2b) ist der Anspruch nur dann nicht verjährt, wenn Ihre Kínder keine Kenntnis vom "Erbfall" hatten. Besteht lediglich ein Irrtum über die Rechtsfolgen bezüglich des Erbfalls, ist der Anspruch verjährt.


Bitte teilen Sie mit wie es sich mit einem Testament des Schwagers verhält.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt


Ergänzung vom Anwalt 16.10.2015 | 16:31

Streichen Sie "<a href="http://dejure.org/gesetze/0BGB010102/2332.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 2332 BGB a.F.">§ 2332 BGB</a> a.F." aus dem dritten Absatz unter 2.

Da vor 2010 für den Pflichtteilsansspruch eine 30-jährige Verjährungsfrist galt, beginnt die dreijährige nach neuem Recht erst ab 1.1.2010.



ANTWORT VON

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