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Verjährung erbrechtliche Ansprüche


| 15.08.2013 17:03 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla



Ich habe folgende Frage zur Verjährung im Erbrecht:

Der Erblasser ist im Jahr 2002 verstorben. Erst kürzlich (also 2013) habe ich erfahren, dass der Erblasser mein biologischer Vater ist/war. Ich weiß nicht genau ob mein Vater seinerzeit ein Testament hinterlassen hat. Ist dies der Fall stünde mir ja ein Pflichtteilsanspruch zu. Ohne Testament wäre ich sogar Alleinerbe geworden, da mein Vater unverheiratet und verstarb und ich - so glaube ich zumindest - sein einziges Kind war. Ich habe gelesen dass sich die Verjährungsregeln im Erbrecht im Jahr 2010 geändert haben, bin mir aber nicht sicher ob und wie sich das auf meinen Fall auswirkt.

Daher meine Frage:

Sind sämtliche in Betracht kommenden erbrechtlichen Ansprüche bereits verjährt, oder besteht noch eine Chance an das Erbe/den Pflichtteil zu kommen?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen gerne wie folgt beantwortet:

Es ist richtig, dass nunmehr für erbrechtliche Ansprüche nicht mehr die Verjährung von 30 Jahren gilt, sondern die Regelverjährungsfrist von 3 Jahren gem. §§ 195,199 BGB.

Interessant ist vor allem der Verjährungsbeginn.

Normalerweise beginnt die Verjährung nicht vor Kenntnis zu laufen. Sie hatten im Jahr 2013 erstmal Kenntnis nach Ihrer Schilderung, so dass man daran denken könnte, dass Verjährung nicht eingetreten ist.

Es gibt aber nach dem Gesetz eine Ausnahme, und zwar gibt es eine kenntnisunabhängige Höchstfrist für die Verjährung von 10 Jahren ab Entstehung des Anspruchs.

Dieses war nach Ihrer Schilderung 2002, so dass spätestens 2012, also genau 10 Jahre später, Verjährung eingetreten sein müsste.

Dieses gilt für erbrechtliche Ansprüche, wie etwa den Pflichtteilsanspruch.

Es stellt sich auch noch die Frage nach der Verjährung hinsichtlich der Erbenstellung, also falls Sie Erbe sein sollten.

Die Erbenstellung an sich hingegen unterliegt nämlich keiner Verjährung und könnte somit noch geltend gemacht werden.

Vor diesem Hintergrund würde ich Ihnen anraten, beim zuständigen Nachlassgericht in Erfahrung zu bringen, ob es ein Testament gibt. Hierzu oder zumindest danach sollten Sie einen im Erbrecht erfahrenen Kollegen vor Ort mit der anschließenden Klärung der Sach- und Rechtslage und anschließend der Wahrnehmung Ihrer rechtlichen Interessen beauftragen.


Ich hoffe, dass ich Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen konnte.

Nachfrage vom Fragesteller 15.08.2013 | 20:06

Vielen Dank für Ihre klare und verständliche Antwort. Ich habe noch eine Nachfrage. Angenommen es existiert ein Testament. Dann hätte mein Vater ja dieses Testament in dem Glauben gefertigt, dass er kein leibliches Kind hat. Wäre das Testament nicht aus diesem Grund unwirksam oder zumindest angreifbar?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.08.2013 | 21:09

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für den Nachtrag.

Nein, dieser Umstand allein macht das Testament weder unwirksam noch anfechtbar.

Mit freundlichem Gruß

Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt


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