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Verjährung einer ausgesetzten Bewährung

10.09.2008 21:31 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Sehr geehrte Anwälte,

gegen mich wurde 2007 eine Jugendstrafe in Höhe von 10 monaten ausgesprochen. Erst noch zur Bewährung da aber die Auflagen nicht erfüllt wurden wurden diese jedoch zu einer Haftstrafe.

Straftaten:

Falsche uneidliche Aussage
Fahren ohne Fahrerlaubnis im Vollrausch mit Unfallflucht

Während ich diese verbüßt habe, kamen weitere drei Monate hinzu wegen:

Beleidigung
Vorsätzliches Fahren ohne Fahrerlaubnis

Ein Strafzusammenzug der Jugenstrafe fand statt. Insgesamt also 13 Monate.

Alles nach Jugendstrafrecht.
Ich wurde dann nach siebeneinhalb Monaten zwischen Halbstrafe und zwei Dritteln der Strafe auf bewährung entlassen mit verschiedenen Auflagen und habe somit fünfeinhalb Monate auf 3 Jahre Bewährungszeit bekommen.

Ein Wiederruf steht vor der Tür.

Meine Fragen deshalb:

1. Nach welcher Zeit verjährt diese ausgesetzte Strafrest-Bewährungsstrafe?
Oder verjähren die einzelnen Straftaten ab rechtskraft der verschiedenen Urteile?

2. Wird im Falle eines nicht Auffindens meiner Person ein INTERNATIONALER Haftbefehl erlassen? Was ich mir jedoch in Anbetracht der taten nicht wirklich vorstellen kann.

3. Können bzw kann die Die Verjährungszeit/en von Neuem beginnen?


Mit freundlichem Gruß
User King-Filo

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich danke zunächst für Ihre Anfrage, die ich im Folgenden beantworte.

1. Der zur Bewährung ausgesetzte Strafrest verjährt nicht. Erst nach Ablauf der Verjährungszeit – in Ihrem Fall wie Sie selbst schreiben 3 Jahre – kann die Bewährung nicht mehr widerrufen werden. Ich denke, darauf kommt es Ihnen an.

Die bereits abgeurteilten Straftaten können nicht mehr verjähren. Nach 5 bis 7 Jahren ab Rechtskraft – sofern keine weiteren Verurteilungen hinzukommen – werden diese jedoch aus dem Bundeszentralregister gelöscht.

2. Ein internationaler Haftbefehl wird ausgestellt, wenn die betreffenden Straftaten mit einer Höchstfreiheitsstrafe von mindestens einem Jahr geahndet werden können oder die zur Fahndung ausgeschriebene Person zu mindestens 4 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Im Falle eines Widerrufs müssen Sie demnach mit dem Erlass eines internationalen Haftbefehls rechnen. Letztlich steht dies aber im Ermessen der mit der Strafvollstreckung beauftragten Staatsanwaltschaft.

3. Die Tilgungsfrist beginnt bei jeder neuen Verurteilung von neuem. Für die Bewährungszeit gibt es einen solchen Automatismus nicht.

Bitte nutzen Sie bei Unklarheiten die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt

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