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Verjährung einer Forderung Gasrechung

07.07.2015 10:30 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Verjährung einer Forderung
Rechnung eines Gasanbieters (Schlussrechnung) gestellt im Juni 2011, Forderung wurde nicht bezahlt. Mahnbescheid im Oktober 2011, es wurde Widerspruch eingelegt (fristgerecht). Es folgte nichts mehr bis Klagezustellung über die Höhe der Forderung Ende März 2015, Klage wurde eingereicht am 17.03.2015, zugestellt am 22.3.15, Gerichtskosten wurden angeblich Ende Dezember 2014 dafür eingezahlt (habe ich keinen Nachweis). Ich habe mit Hinweis auf Verjährung der Klage wiedersprochen.
Nun wurde für 9.7. Verhandlung angesetzt und ich aufgefordert die Forderung anzuerkennen, dann könnte der Termin abgesetzt werden.(um Kosten zu sparen)
Ist die Forderung verjährt oder soll ich diese anerkennen?

mit freundlichen Grüßen
Maik Liebtrau

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Der Umstand, dass die Gegenseite nach dem Widerspruch des Mahnbescheides zunächst nichts weiter veranlasst hat, ist irrelevant, da es auf die materiell-rechtliche Verjährung ankommt – gemäß §§ 195, 199 Abs. 1 BGB verjähren Ansprüche aus dem Jahr 2011 zum 31.12.2014. Allerdings wurde die Verjährung durch die Zustellung des Mahnbescheides für sechs Monate gehemmt, § 204 Abs.1 Nr. 3, Abs. 2 S. 1 gehemmt, was zur Folge hat, dass dieser Zeitraum nicht in die Verjährungsfrist eingerechnet wird, § 209 BGB, die Verjährungsfrist wird also um die Hemmungszeit verlängert. Deshalb ist die Anspruchsbegründung vom 17.03.2015 rechtzeitig erfolgt und keine Verjährung eingetreten.

Da im Rahmen dieser Plattform nicht beurteilt werden kann, ob die Forderung inhaltlich berechtigt ist, kann bezüglich der Frage des Anerkenntnisses kein Rat erfolgen. Sofern dies aber der Fall sein sollte, dürfte das Anerkenntnis in Bezug auf die Kosten tatsächlich die günstigste Variante sein, zumal dann nur eine Gerichtsgebühr anfällt. Diesbezüglich sollten Sie einen Rechtsanwalt vor Ort mit der Detailprüfung beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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