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Verjährung eine Forderung für einen Wasseranschluß durch die Stadtwerke Lübeck

25.09.2014 21:57 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Liedtke


Ich habe am 21.01.2011 eine Rechnung bekommen gemäß der ich einen Wasseranschluß
bezahlen sollte, der - wie in der Rechnung ( 155,15€) beschrieben - bereits am 28.09.2007 fertiggestellt wurde.
Diese Rechnung habe ich nicht bezahlt.
Daraufhin habe ich am 18.2.2011 und am 4.3.2011 Mahnungen bekommen, auf Grund derer ich am 7.3.2011 nachweislich die Stadtwerke angeschrieben habe, dass die Forderung aus meiner Sicht verjährt ist.
Am 22.6.2011 habe ich dann einen Mahn- / Inkassoauftrag erhalten, gemäß dem ich einen Gesamtbetrag in Höhe von 216,49 zahlen sollte.
Dem habe ich widersprochen mit dem Hinweis, dass die Forderung vom 21.01.2011 bereits verjährt ist.
Darauf ist nichts mehr gekommen.
Jetzt, am 16.9.2014, habe ich einen Mahnbescheid für den gleichen Fall bekommen.
Ich soll jetzt 222,01€ an "Netz Lübeck GmbH" (ist wohl ein Teil der Stadtwerke) zahlen.

Hier jetzt meine Frage, bevor ich dem Mahnbescheid widerspreche:
Ist meine Annahme richtig, dass der Anspruch verjährt ist?
Kann ich die mir entstehenden Kosten geltend machen?

M.f.G.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Gem. §§ 195, 199 BGB beträgt die regelmäßige Verjährungsfrist3 Jahre und beginnt mit Ende des Kalenderjahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger Kenntnis vom Anspruch und vom Schuldner erlangt hat. Wenn der Anspruch im September 2007 fällig geworden ist, endete diese Verjährungsfrist folglich Ende 2010, soweit sie nicht zwischenzeitlich unterbrochen oder gehemmt worden wäre. Dies ist vor allem der Fall, wenn gerichtliche Maßnahmen eingeleitet werden, die Parteien über den Anspruch außergerichtlich verhandeln oder der Schuldner den Anspruch anerkennt. Ist all dies nicht geschehen, dürfte Verjährung eingetreten sein, so dass Sie unbedingt Widerspruch gegen den Mahnbescheid einlegen sollten. Andernfalls würde das Mahngericht die Verjährung unberücksichtigt lassen und einen Vollstreckungsbescheid gegen Sie erlassen. Die Partei, die im Rechtsstreit unterliegt, trägt sämtliche Kosten des Verfahrens.

Ich hoffe, Ihre Fragen verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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