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Verjährung der Forderung bei Privatdarlehen

| 11.02.2014 23:23 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Nadiraschwili, LL.M.


Guten Tag,

2004 bekam ich von meinem Vater 5.000 Euro, da ich eine ETW gekauft habe. Per Überweisung. Eine schriftliche Vereinbarung hierüber gibt es nicht. Zunächst wurde mündlich die Rückzahlung mit einer Rate in Hoehe von 100 Euro vereinbart.

Mitte 2004 wurde per Dauerauftrag monatlich die Rate überwiesen. Nach ca 2,5 Jahren teilte mein Vater mir mit, dass ich den Rest nicht zurückzahlen muss, da er mir dem Rest schenken würde. Der Dauerauftrag wurde daraufhin eingestellt.

Vor 4 Jahren wurde mein Vater dann spielsüchtig und verspielte das ganze liquide Vermögen, das Erbe und nahm ein Allzweckdarlehen auf. Er wurde stationär behandelt, ist in psychologischer Behandlung und spielt weiter mit kleinen Summen. Die Situation führte aus nachvollziehbaren Gründen zum Streit.

Heute erhalte ich ein Schreiben vom Anwalt, dass ich mich in Verzug befände und das Einschreiben der Kündigung nicht angenommen hätte. (Das ist korrekt). Ich soll bis Ende Februar ca 2.500 Euro zzgl. Anwaltskosten zahlen. Allerdings wird von 1991 gesprochen und das kann ich nur darauf zurück
führen, dass mein Vater sich überhaupt nicht mehr an die Details erinnern kann. Nicht mal die Ratenzahlung oder wie er mir das Geld gegeben hat.

Unabhängig davon, dass in eine Schenkung umgewandelt wurde, wäre doch der Umstand der Verjährung eingetreten, oder? Die Ratenzahlungen kann ich nachweisen. Anwesende Zeugen gibt es nicht.

Soll ich auf das Schreiben des Anwalts antworten oder weiter ignorieren? (Kam nicht per Anschreiben).
Der Kläger/mein Vater wäre bei Klageerhebung in der Beweispflicht. Ist es richtig, dass die Vereinbarung über eine Ratenzahlung die Fälligkeit eines Darlehens bestimmt?

Was empfehlen Sie mir unter den geschilderten Gegebenheiten?

Vielen Dank für Ihre Einschätzung.

Freundlich gruesst

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es verhält sich im vorliegenden Fall so wie von Ihnen bereits geschildert, dass nämlich zum einen aus der Vereinbarung der Ratenzahlung (die Sie auch Nachweisen können) die Fälligkeit bestimmt wird und damit die Darlehensforderung ohnehin verjährt sein sollte. Diese unterliegt nämlich der Regelverjährung von 3 Jahren.

Außerdem wäre der Kläger dahingehend beweispflichtig, ob das Darlehen überhaupt an Sie ausgezahlt wurde und das ein Vertrag vorliegt. Sofern dieser mündlich geschlossen wurde, dürfte dies bereits problematisch sein.

Da der Inhalt des anwaltlichen Schreibens nicht bekannt ist, kann dazu keine Stellung bezogen werden. Eine Verpflichtung darauf zu reagieren und auf die Verjährung hinzuweisen besteht jedoch nicht, insbesondere dann nicht solange Ihnen keine Frist zur Zahlung einer Summe gesetzt wurde.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 12.02.2014 | 12:36

Guten Tag,

Sie haben meine Angaben bestätigt, aber leider nicht auf folgendes geantwortet:
ich habe Ihnen mitgeteilt, dass mir in dem Schreiben gekündigt wurde, folglich wurde eine Frist gesetzt. 21.02.diesen Jahres.

Ich verstehe nicht ganz, warum ich hierauf nicht reagieren soll. Besteht dann nicht die Gefahr der Klageerhebung? Der gegnerische Anwalt kennt ja meine Fakten nicht. Oder soll ich so lange warten, bis ein Mahnbescheid erlassen wird und dann widersprechen? Dem gegnerischen Anwalt muss ja bewusst sein, dass bei dieser Konstellation die Erfolgsaussichten gegen null gehen. Daher nochmal die Frage, wie soll man sich in diesem Fall am besten verhalten?

Lieben Dank für die Vervollständigung!

Freundliche Grüße


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.02.2014 | 13:01

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Die Gefahr der Klageerhebung wird auch durch eine Antwort mit dem Inhalt dass eine Zahlung abgelehnt wird nicht gebannt. Trotzdem sollten Sie, sofern hier eine Fristsetzung erfolgte ggf. mit einem kurzen Schreiben reagieren und die Situation so wie dargestellt schildern. Insbesondere sollten Sie auf die Umstände hinweisen, dass Ihnen der Restbetrag geschenkt wurde und dass die Forderung im Übrigen verjährt sein dürfte.

Ich hoffe Ihre Nachfrage zufriedenstellend beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Nadiraschwili
Rehtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 12.02.2014 | 13:30

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FRAGESTELLER 12.02.2014 3/5,0
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