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Verjährung der Ersatzansprüche des Vermieters


| 21.11.2006 13:34 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Haeske



Vor 13 Monaten bin ich aus der Wohnung ausgezogen,ich war noch im Besitz der Schlüssel,da entstand ein angeblicher Wasserschaden in der Küche der sich durch die Decke bis in den Keller durchzog.
Mann Zeigte mir daraufhin die Küche ohne Wasser spuren und den Keller mit einem Wasser Fleck an der Decke.
Bis heute habe ich nichts konkretes von meinem Ex Vermieter dies bezüglich gehört.
Auf Vermertes anfragen meinerseits hieß es immer mann würde mich anrufen.
Es besteht kein Protokoll,
ich habe nur schriftlich das der Wasser schaden vom Mieter getragen wird, aber über die Versicherung abgewickelt werden soll ( nur Unterschrift vom Vermieter)
Im nachhinein hatte ich keinen zugang mehr zur Wohnung.
wie kann ich jetzt verfahren, wer musste den Schaden melden?
Wer zahlt? Die Kaution beläuft sich auf 1300€ und der Schaden wurde mir telefonich mitgeteilt bei 500€.
Sehr geehrte Fragestellerin,

die Ersatzansprüche des Vermieters wegen Verschlechterungen der Mietsache verjähren nach § 548 BGB zwar in sechs Monaten, beginnend mit der Rückgabe der Mietsache. Eine Aufrechnung gegen den Anspruch auf Rückzahlung der Kaution ist wegen § 215 BGB aber auch nach eingetretener Verjährung möglich.

Der Vermieter hat die mietvertragliche Pflicht, seine Gebäudeversicherung und nicht den Mieter in Anspruch zu nehmen, wenn ein Versicherungsfall vorliegt, die Kosten der Versicherung anteilig vom Mieter mitgetragen wurden, ein Regress des Versicherers gegen den Mieter ausgeschlossen ist (bei nur leichter Fahrlässigkeit, ein Regress ist nicht ausgeschlossen bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit) und der Vermieter nicht ausnahmsweise ein besonderes Interesse an einem Schadensausgleich durch den Mieter hat (BGH, Urteil v. 3.11.2004, Az. VIII ZR 28/04). Ein Versicherungsfall für die Gebäudeversicherung liegt z.B. vor, wenn Leitungswasser bestimmungswidrig aus den Zu- oder Ableitungsrohren der Wasserversorgung oder aus den damit verbundenen Schläuchen oder Einrichtungen ausgetreten ist.

Bitte machen Sie gegebenenfalls in der Nachfragefunktion noch ergänzende Angaben zur Schadensursache.

Die unverzügliche Anzeige des Versicherungsfalles oblag dem Vermieter als dem Versicherungsnehmer der Gebäudeversicherung. Wenn die Versicherung die Leistung aufgrund einer verspäteten Anzeige des Versicherungsfalles verweigert, so kann sich der Vermieter nicht stattdessen an Sie wenden.

War der Vermieter nach den obigen Ausführungen verpflichtet, seine Gebäudeversicherung für den Schaden in Anspruch zu nehmen, sollten Sie den Vermieter schriftlich per Einschreiben/Rückschein unter Setzung einer angemessenen Frist (z.B. zwei Wochen) auffordern, Ihnen die Kaution nicht nur teilweise, sondern vollständig zurückzuerstatten. Zahlt der Vermieter dann nicht, müsste ein gerichtlicher Mahnbescheid beantragt oder Klage auf Zahlung erhoben werden.

Ich hoffe, dies hilft Ihnen als erste rechtliche Orientierung in Ihrer Angelegenheit weiter.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Haeske
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 21.11.2006 | 15:07

Danke für Ihre Information,
dann habe ich bei näherer Betrachtung nicht all zuviel zu befürchten.
Das Wasser soll aus der Leitung zur Spühle aus der Wand getropft sein,
wobei bei meiner Betrachtung der Küchenboden trocken war,
lediglich der nasse Fleck an der Keller Decke war zu sehen.
wie mir im nachhinein zu Ohren gekommen ist,
haben die Veermieter mit geliehenen trockene Geräten den Schaden selber reguliert.
Was mache ich, wenn sie mir diese in Rechnung stellen (ca.500 €)??????
Ich soll heute Abend dort vorbei kommen und werde natürlich einen Zeugen zum Gespräch mit nehmen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.11.2006 | 15:53

Sehr geehrte Fragestellerin,

Soweit die Kosten für die Beseitigung des Schadens von der Gebäudeversicherung zu ersetzen gewesen wäre, sollten Sie eine Haftung ablehnen und die Kosten nicht übernehmen. Sie sollten Ihren Vermieter sinnvollerweise einmal das oben genannte (->) Urteil einmal vorlegen und sich erkundigen, warum die Rechnung nicht von der Gebäudeversicherung ersetzt wurde, obwohl dass im Übergabeprotokoll ja auch vom Vermieter so vorgesehen war.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Haeske
Rechtsanwältin

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