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Verjährung Schulden

05.02.2008 16:07 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Liedtke


Ich habe mir vor 6 Jahren von Privat DM 30.000,- geliehen. Vereinbart war die Rückzahlung in monatlichen Raten von 0 - 500. Ich habe nie eine Rate bezahlt und sah das eher als Geschenk. Der Darlehensgeber hat ein paar mal per Brief die Rückzahlung angemahnt. Letzter Brief vor 3 Jahren. Jetzt hat er mir per Anwalt das Darlehen gekündigt. Ist die Forderung denn nicht verjährt?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung/Vertretung kann und soll hierdurch nicht ersetzt werden. Hinzufügen oder Weglassen wesentlicher Tatsachen kann zu einer anderen Beurteilung des Falles führen. Unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben und des von Ihnen gebotenen Einsatzes beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Vor der Schuldrechtsreform aus dem Jahre 2002 galt im Zivilrecht als allgemeine Verjährungsfrist eine Frist von 30 Jahren. Seit 2002 beträgt die allgemeine zivilrechtliche Verjährung, die auch dür dieses Rechtsverhältnis maßgeblich ist, gem. § 195 BGB 3 Jahre. Laufende längere Verjährungsfristen wurden daher zum 01.01.2002 durch den Beginn einer 3-jährigen Frist ersetzt, Art. 229 § 6 Abs. 4 EGBGB.

Gem. § 199 I BGB beginnt diese Frist mit Ablauf des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger von den den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt hat. Gem. § 203 BGB wird eine laufende Verjährungsfrist jedoch gehemmt, wenn zwischen Schuldner und Gläubiger Verhandlungen über den Anspruch oder die den Anspruch begründenden Umstände schweben bis eine Partei weitere Verhandlungen verweigert.

In Ihrem Fall bedeutet das, dass frühestens eine teilweise Verjährung zum 31.12.2004 eingetreten sein kann, falls bis dahin keine Hemmung eingetreten ist, also Verhandlungen über den Anspruch aufgenommen worden sind, wobei es auch genügen kann, dass der Gläubiger die Leistung anmahnt.

Zudem kann sich etwas anderes aus dem Darlehensvertrag ergeben.

Eine endgültige Bewertung kann ich an dieser Stelle nicht vornehmen, da ich nicht alle Details des Falles kenne. Sollten Sie nach dem vorgenannten immer noich der Ansciht sein, dass eventuell Verjährung eingetreten sein könnte, sollten aufgrund der auf dem Spiel stehenden wirtschaftlichen Bedeutung des Falles darüber nachdenken, einen Rechtsanwalt mit einer umfassenden Prüfung des Falles zu beauftragen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen,

Lars Liedtke
Rechtsanwalt

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