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Verjährung Pflichtteil Erbe, Definition von Kenntnis

| 07.07.2009 14:25 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


16:29
Folgende Konstellation:
Vater verlässt seine Familie mit vier Kindern (Kinder sind zu diesem Zeitpunkt zwischen 13-20 Jahre alt), um eine neue Frau zu heiraten und eine neue Familie zu gründen.

Den Kontakt zur alten Familie bricht er vollkommen ab, weigert sich teilweise Unterhalt zu zahlen, überschreibt Immobilien seiner neuen Frau, um Ansprüche gegen sich abzuwehren. In der neuen Familie hat er drei weitere Kinder.

Vater verstirbt im Jahre 2004. Die Kinder aus erster Ehe bekommen dies nur Wochen später über das Hörensagen von Bekannten (Kleinstadt) mit, werden aber weder von der neuen Frau oder sonstwem informiert.

Aufgrund der erlittenen seelischen Verletzungen bei der radikalen Trennung (Ablehnung) durch den Vater mag sich kein Kind mit dem Thema eines etwaigen Erbes beschäftigen, da bei allen vier Kindern die alten Wunden wieder aufbrechen.

Zusätzlich besteht der Eindruck, dass sie ja sowieso keine Ansprüche haben, da dies vom Vater bereits zu Lebzeiten abgewehrt wurde.

Es ist zu vermuten, dass der Vater mit der zweiten Frau ein Berliner Testament gemacht hatte, so dass die zweite Frau zunächst alleinige Erbin ist, bevor die leiblichen Kinder Ansprüche geltend machen können.

Jetzt nach Jahren Abstand würden die leiblichen Kinder aus erster Ehe gerne wissen, welche Ansprüche sie haben/hätten/gehabt hätten.


Fragen:
1) Es gibt die 3-jährige Verjährungfrist nach Kenntnis vom Erbfall. Wie genau definiert sich "Kenntnis"? Ist in dem oben geschilderten Fall die Verjährung schon eingetreten?

2) Wenn formal Verjährung eingetreten ist, gibt es Ansatzpunkte gegen die Verjährung vorzugehen?

3) Wann tritt der Erbfall bei Vorliegen eines Berliner Testaments ein? Die Kinder der ersten Ehe gingen davon aus, dass die zweite Ehefrau zunächst alles erbt und erst nach dem Tode der zweiten Ehefrau ein Erbanspruch besteht.

Vielen Dank im voraus.
07.07.2009 | 15:43

Antwort

von


(562)
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01277 Dresden
Tel: 0351/2699394
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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage unter Beachtung des Sachverhaltes und Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Nach <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/2332.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 2332 BGB: Verjährung">§ 2332 BGB</a> ist nicht nur die Kenntnis vom Erbfall sondern ebenso die Kenntnis der beeinträchtigenden Verfügung (d.h. der Enterbung) notwendig um die Frist der Verjährung beginnen zu lassen. Es muss Kenntnis über den wesentlichen Inhalt erlangt wurden sein. Die Kenntnisnahme muss im Zweifel durch die Erben nachgewiesen werden. Dies wird nur dann gelingen, wenn diese Ihnen nachweislich den Todeszeitpunkt übermittelt haben und die Enterbung erklärt haben.

Auch beim Berliner Testament gilt hinsichtlich des Pflichtteilsanspruches vorstehendes.

Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc..


Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin
und Fachanwältin für Familienrecht

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Fax: 0351 2699395
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www.vorsorgevefuegungen.info







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Rückfrage vom Fragesteller 07.07.2009 | 16:18

Vielen Dank für die Information.
Zur Kenntnis der beeinträchtigenden Verfügung: Die Kinder wissen eben nicht, ob sie explizit enterbt oder einfach im Testament unerwähnt geblieben sind (was eher zu vermuten ist). Was wäre also, wenn Sie einfach im Testament unerwähnt geblieben sind? Wäre dann der Verjährungsbeginn nur von der alleinigen Kenntnis des Erbfalls (also ohne Konjunktion mit einer beeinträchtigenden Verfügung) abhängig?
Wie gesagt, die Kinder hatten seit 20 Jahren keinerlei Kontakt mehr zum Vater.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.07.2009 | 16:29

Sehr geehrte Fragesteller,

eine nicht Nennung im Testament stellt die Herabsetzung auf den Pflichtteil dar. Eine reine Vermutung ist für eine Kenntniserlangung nicht ausreichend. Es bedarf einer Information über den wesentlichen Inhalt des Testaments also auch über die Nichterwähnung. Der Beginn der Verjährung fängt somit auch dann erst ab Kenntnis des Testamentes an. Nach Ihrer Schilderung ist danach noch kein Verjährung des Pflichteilsanspruchs eingetreten.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin
und Fachanwältin für Familienrecht

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Bewertung des Fragestellers 07.07.2009 | 16:36

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