Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verjährung Nebenkostenabrechnung und Anwaltschreiben

22.01.2005 15:32 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Ich bin Besitzer einer Eigentumswohnung(ETW) die ich vermietet habe. Die vereinbarten Nebenkosten werden vom Verwalter monatlich per Lastschrift abgebucht(seit Jahren).
Nun habe ich ein Schreiben vom Anwalt meines Verwalters erhalten, mit dem Hinweis, dass ich mit 1.063,64 € Sonderzahlung seit dem 26.04.2000 im Verzug bin. Hinzu kommen Zinsen und Rechtsanwaltgebühren. Dieses Schreiben ging mir am 22.10.2004 zu.

Bis zum Schreiben v. 22.10.2004 erhielt ich keinerlei Aufforderungen vom Verwalter

Frage: Ist die Forderung durch den Anwalt nach so langer Zeit noch berechtigt oder bereits verjährt?
Wenn sie berechtigt ist, kann ich sie u.U. noch dem Mieter in Rechnung stellen ?
Herzlichen Dank
22.01.2005 | 16:17

Antwort

von


(141)
Nürnberger Strasse 24
63450 Hanau
Tel: 06181-6683 799
Web: http://www.glatzel-partner.com
E-Mail:

Sehr geehrter Rechtssuchender,

zunächst vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nach den gesetzlichen Verjährungsregelungen sind Sie nicht mehr gezwungen, diese Sonderzahlungen zu bezahlen.
Vor der Schuldrechtsreform im Jahr 2002 verjährten diese Ansprüche erst in 30 Jahren.

Nach Eintritt der Schuldrechtsreform verjähren diese Ansprüche aber seit dem 01.01.2002 in drei Jahren. Das bedeutet für diesen Anspruch auf Sonderzahlung, dass die Verjährung mit Ablauf des 31.12.2004 eingetreten ist.

Die Verjährung wurde auch nicht gehemmt, da Ihnen nach dem mitgeteilten Sachverhalt kein Mahnbescheid im Mahnverfahren zugestellt worden ist. Das anwaltliche Schreiben reichte für eine Hemmung nicht aus.Insoweit hat es der Verwalter zu Ihrem Gunsten versäumt, rechtzeitig die Ansprüche geltend zu machen.

Allerdings können die gesetzlichen Verjährungsregelungen auch von den Eigentümern abgeändert worden sein, hier müssten Sie sich beim Beirat oder der Verwaltung erkundigen.

Die Kosten für die Sonderzahlung können Sie aber auf keinen Fall mehr, auf Ihren Mieter umlegen. Dem Mieter müssen Sie nämlich eine Nebenkostenabrechnung zugeschickt haben, und zwar spätestens ein Jahr nach Ablauf des Veranlagungzeitraums (Bsp. Veranlagungszeitraum wäre der 1.1.2000 bis 31.12.2000, dann muß dem Mieter eine Nebenkostenabrechnung bis zum 31.12.2001 zugegangen sein).


Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen


Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

ANTWORT VON

(141)

Nürnberger Strasse 24
63450 Hanau
Tel: 06181-6683 799
Web: http://www.glatzel-partner.com
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Verkehrsrecht, Wirtschaftsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 79815 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Gute beratung, schnelle Antwort. Den Stress bei uns schon wieder etwas weniger jetzt. ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Die Antwort geht auf einen wichtigen Aspekt nicht ein: wie macht man der Versicherung einen Kasko-Schaden plausibel, wenn keine polizeiliche Unfallaufnahme (Schaden an Leitplanke?) stattgefunden hat? Aufgrund einer Selbstanzeige ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr geehrter Herr Mack, herzlichen Dank für die kompetente und schnelle Antwort. ...
FRAGESTELLER