Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verjährung Kreditkartenforderung

| 03.03.2011 21:21 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Beantwortet von


23:49
Folgender Sachverhalt:

1995 beantragte ich eine Kreditkarte. Diese wurde mir gewährt. Im Jahr 1997 war die Karte mit etwa
600 DM belastet. Diese konnte ich nicht zurückzahlen. Im Jahr 2005 kündigte mir das Unternehmen und forderte mich auf einen Betrag von
859 Euro bis spätestens 20.09.2005 zu zahlen.
Das war mir auch nicht möglich.

Im Jahr 2010 fordert mich ein RA auf einen Betrag von 1529 Euro zu zahlen. Dieser Forderung widersprach ich weil ich bei dem bezeichneten Unternehmen (Postbank) nie eine Kreditkarte hatte.
Es folgte ein Schreiben mit meinem Kreditkartenantrag von der BHW und dem Hinweis, das die BHW von der Postbank übernommen wurde und ich somit die offenen Forderungen an die Postbank bzw den beauftragten Anwalt leisten soll/muß.
In einem weiteren Schreiben berief ich mich auf die Einrede der Verjährung und bat um Mitteilung der Rechtsgrundlage warum das nicht so sein soll.

Die Antwort vom 05.10.2010
Die Forderung meiner Mandandin ist gem.<a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/497.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 497 BGB: Verzug des Darlehensnehmers">§497 III 3 BGB</a> nicht verjährt.

Dann noch das übliche .... Androhung des Mahnverfahrens.

Heute 03.03.2011 erhielt ich den gerichtlichen Mahnbescheid.

Ist die Forderung nun verjährt oder? Was kann ich tun.
Das gerichtliche Mahnverfahren ist eingeleitet.
Wer kann wenn nötig die Vertretung übernehmen?
<!--dejureok-->
03.03.2011 | 22:43

Antwort

von


(1162)
Hauptstraße 16 a
25488 Holm
Tel: 04103/9236623
Web: http://www.kanzlei-roth.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:



Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt drei Jahre und beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden und Ihnen zur Kenntnis gelangt ist.
Entstanden ist der Rückzahlungsanspruch mit Verzugseintritt ab dem 21.09.2005, so dass der Anspruch mit dem Ablauf des 31.12.2008 eigentlich verjährt gewesen ist.

Eine Sonderregelung ergibt sich aber aus <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/497.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 497 BGB: Verzug des Darlehensnehmers">§ 497 Abs. 3 BGB</a> .
Nach <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/497.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 497 BGB: Verzug des Darlehensnehmers">§ 497 Abs. 3 BGB</a> ist die Verjährung der Ansprüche auf Darlehensrückzahlung und Zinsen aber vom Verzugseintritt (in Ihrem Fall also ab dem 21.09.2005) bis zur Titulierung gehemmt, jedoch nicht länger als 10 Jahre ab Entstehung der Ansprüche.

Die Hemmung tritt also mit Verzug ein (ab dem 21.09.2005). Der Zeitraum nach Verzugseintritt wird in die Verjährungsfrist nicht eingerechnet. Die Hemmung selbst dauert bis zur rechtskräftigen
Feststellung des Anspruchs, allerdings nicht länger als 10 Jahre ab Entstehung des Anspruchs.

Mit Einleitung des Mahnverfahrens ist davon auszugehen, dass der Rückzahlungsanspruch tituliert werden wird.
Da insoweit auch die 10 Jahresfrist nicht ablaufen wird, ist die Auffassung des Kollegen, der Anspruch sei noch nicht verjährt, leider nicht zu beanstanden.

Im gerichtlichen Mahnverfahren können Sie sich durch einen Kollegen vertreten lassen.
Dies ist auch zu empfehlen, um ein abschließende Prüfung der Verjährungsfrage vornehmen zu lassen. Sollte der Kollege die Einrede der Verjährung für unbegründet halten, wäre es - unter Kostengesichtspunkten - sinnvoll, die Verteidigung nicht weiter aufrecht zu erhalten.



Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.


<!--dejureok-->


Rechtsanwalt Karlheinz Roth

Rückfrage vom Fragesteller 03.03.2011 | 23:12

Das mit dem §497 Abs.3 versteht wohl nur ein Jurist.

War denn die Sache in 2005 noch nicht verjährt.
Die Forderung stammte ja aus 1997 oder 1998.
Habe leider keinerlei Unterlagen mehr darüber.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.03.2011 | 23:49

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Maßgeblich ist, wann der Rückzahlungsanspruch fällig geworden ist. Fälligkeit trat nach Kündigung und Verzugsetzung ein (21.09.2005), so dass vor dem Verzugseintritt noch keine Verjährung eingetreten ist.

Ich teile Ihre Ansicht, dass die Verjährungsfrage in Ihrem Fall für einen Laien nicht ohne weiteres verständlich ist.



Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

www.kanzlei-roth.de

Bewertung des Fragestellers 03.03.2011 | 23:14

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Karlheinz Roth »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 03.03.2011
4,8/5,0

ANTWORT VON

(1162)

Hauptstraße 16 a
25488 Holm
Tel: 04103/9236623
Web: http://www.kanzlei-roth.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Vertragsrecht, Erbrecht, Miet und Pachtrecht, Internet und Computerrecht, Arbeitsrecht, Zivilrecht, Immobiliensteuern, Strafrecht, Baurecht, Gesellschaftsrecht, Wettbewerbsrecht, Familienrecht