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Verjährung Handwerkerrechnung nach Teilzahlung?

07.01.2015 21:43 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Hallo wir haben im Jahre 2009 unser Dach energetisch saniert und neu decken lassen. Der Dachdecker hat im September 2009 eine Abschlagszahlung von 8000 Euro erhalten. Über den Rest hat er uns erst im März 2010 eine Abschlußrechnung über etwa 6.300 Euro zukommen lassen. Wir haben damals 3000 Euro an ihn gezahlt und dann nichts wieder von ihm gehört. Nun kam mir Datum vom 26.12.2014 eine Zahlungserinnerung über den fälligen Restbetrag von 3300 Euro bei uns an. Ist der Anspruch bereits verjährt, da Leistung in 2009 erbracht wurde oder haben wir durch die Teilzahlung in 2010 die Rechnung als solches anerkannt und müssen nun auch den Rest zahlen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zu beachten ist hier § 212 BGB - Neubeginn der Verjährung:

"(1) Die Verjährung beginnt erneut, wenn

1.
der Schuldner dem Gläubiger gegenüber den Anspruch durch Abschlagszahlung, Zinszahlung, Sicherheitsleistung oder in anderer Weise anerkennt."

Das Teilanerkenntnis unterbricht nach dem BGH und der sonstigen allgemeinen Meinung die Verjährung nur für den anerkannten Teil.

Mit dem auf das Anerkenntnis folgenden Tag beginnt die Verjährung neu zu laufen, hier aber wiederum nur drei Jahre, was ebenfalls um ist.

Ich würde also auf jeden Fall schriftlich die Verjährung einwenden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 08.01.2015 | 16:36

Sorry die Abschlagsrechnung war von März 2011 nicht 2010! Damit wäre die Verjährung mit dem 31.12.2014 erreicht. Daher stellt sich bei uns die Nach-Frage: Die eingegangene Mahnung datiert vom 26.12.2014 ist bei uns aber erst am 05.01.2014 eingegangen. Welches Datum ist bei Gericht entscheident?

Vielen Dank noch mal.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.01.2015 | 18:29

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Ich nehme an, Sie meinen die Mahnung vom 26.12.14 ist am 5.1. im JAHR 2015 eingegangen.

Eine Mahnung führt aber weder zur Hemmung noch zur Unterbrechung der am 2011 neu begonnenen Verjährung.

Das wäre insbesondere nur z. B. durch einen gerichtlichen Mahnbescheid oder eine Klage der Fall gewesen.

Die Verjährung ist damit aller Voraussicht dennoch eingetreten.

Ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

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