Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.252
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verjährung Forderung Sportstudio


24.05.2007 18:59 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Haeske



Im November 2003 meldete ich mich zu einem Probetraining in einem Sportstudio an. Uns wurde ein "Probevertrag" untergejubelt.
Am Ende des Probetrainings sagte ich unter Zeugen, dass ich kein Mitglied werden wolle. Dachte damit wäre das erledigt.

Laut Anmeldung hätte die Mitgliedschaft am 01.12.2003 begonnen.
Die erste Zahlung wäre am spätestens 05.12.2003 fällig geworden.
Im April 2007 erhielt ich eine Rechnung über 2.100€! Bis dahin habe ich NIE eine Rechnung oder Mahnung erhalten, wusste garnicht dass ich Mitglied bin.

Meine Fragen:

1. Da ich unter Zeugen gesagt habe ich möchte vom Vertrag zurück
treten, habe ich eine Chance, dass der Vertrag nicht rechtens ist?

2. Ist die Forderung vielleicht verjährt?

Wäre über eine Antwort sehr dankbar!
Mit freundlichem Gruß,
Sandra

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn Sie das Fitness-Studio für ein "ganz normales" Probetraining vor einem Vertragsabschluss aufgesucht haben und es sich nicht etwa um ein Training innerhalb einer vom Fitness-Studio durchgeführten besonderen Freizeitveranstaltung handelt (bitte ergänzen Sie dann ggf. Ihre Angaben mit der Nachfragefunktion), so haben Sie nur dann ein Rücktrittsrecht, wenn ein solches vertraglich vereinbart wurde. Soweit dann nicht ausdrücklich vereinbart wurde, dass Sie das Rücktrittsrecht nur schriftlich ausüben können, reicht auch eine mündliche Rücktrittserklärung aus. Für den Rücktritt wären Sie beweispflichtig, Sie sollten die Zeugen für die Erklärung daher auch namentlich benennen können.

Es gilt die regelmäßige dreijährige Verjährungsfrist. Diese beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist. Verjährt wären daher nur die Beiträge des Kalenderjahres 2003.

Haben Sie kein Rücktrittsrecht vereinbart, so kann aber auch evtl. die Erstlaufzeit oder die Verlängerung des Vertrages unwirksam sein. In Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist gem. § 309 Nr. 9 BGB unwirksam eine Erstlaufzeit von mehr als zwei Jahren, eine stillschweigende Verlängerung des Vertrages um jeweils mehr als ein Jahr oder eine längere Kündigungsfrist für Sie von mehr als drei Monaten vor Ablauf der Vertragslaufzeit.

Am sinnvollsten wäre es sicherlich, wenn Sie mir den Vertragstext einmal zukommen lassen würden.

Ich hoffe, dies hilft Ihnen als erste rechtliche Orientierung in Ihrer Angelegenheit weiter.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Haeske
Rechtsanwältin
Ergänzung vom Anwalt 25.05.2007 | 10:36

Zur Ergänzung noch: Sofern kein Rücktrittsrecht vereinbart war und eine Kündigung nach dem Vertrag nicht schriftlich erfolgen muss, könnte auch eine Umdeutung der Rücktrittserklärung in eine Kündigung möglich sein. Je nach Reaktion Ihres Vertragspartners auf die Rücktrittserklärung kommt eventuell auch eine eine einvernehmliche Vertragsaufhebung in Betracht.
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60124 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde verständlich und ausführlich beantwortet. Vielen herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Klar und unumwunden im Ganzen zu empfehlen ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antworten auf meine Fragen waren ausführlich und verständlich. ...
FRAGESTELLER